Ancienne

RSS
Recomendar

Out 28 2010, 22h47

Di., 26. Okt. – Trentemøller, Chimes & Bells
In der Umgebung der schönen Brüsseler Innenstadt im Ancienne Belgique steht eine lockere Menschenmenge vor der Tür. Drinnen hat gerade Chimes & Bells begonnen. Eine Sängerin und ein Musiker aus der sonst wohl größeren Gruppe aus Dänemark spielen ihre Songs. Sie hat eine schöne tiefe Stimme, die Songs passen in ihrer Stimmung gut dazu, nur die Instrumentierung unterstützt die Bewgung der Songs nicht voll. Ich muss mal hier auf last.fm nachhören, ob es im Studio besser gelingt. Nach 30 min werden sie anerkennend verabschiedet.

Nach kurzer Pause ganz nach dem angekündigten Plan werden ganz vorn auf der Bühne zwei Vorhänge aus dünnen Streifen hoch gezogen. Dahinter beginnt die Gitarristin mit dem Geigenstab. Trentemøller bekommt wenig später bei seinem Erscheinen Applaus, der ihn sichtlich freut. Und das erste Stück formt und entwickelt sich. Eine weitere Gitarre, Drums und Percussion tragen dazu bei. Er selbst bewegt sich viel an seinen Boards. Energie treibt durch den hohen, ausverkauften Saal. Im zweiten Stück kommt noch die Sängerin des Songs auf die Bühne und die Vorhänge verschwinden. Wieder bringt die Liveinterpretation zusätzliche Schwingungen, neue Untertöne. Weitere Songs von "Into the great white yonder", immer denke ich, so körperlich bewegend sind die Songs auf dem Album nicht, aber hier wird die innere Bewegung auf die Glieder ausgeweitet, auf die Bühne, ins Publikum.

Das Bühnenbild bringt angenehme Abwechslung ohne übertriebene Effekte, nur mit Farben, räumlicher Wirkung und interessanten Elementen wie den 5 Wischmobs, die nun angestrahlt werden. "Miss You". Dieses wundervolle Stück spielt Trentemøller allein, bringt die Feinheit der Melodie in die Halle. Doch auch jetzt entwickelt sich das Stück, am Ende kommen die Musiker dazu und treiben Energie in die harmonische Schwingung. Glänzend! Meine Haut hört mit. Und mit "Take Me Into Your Skin" geht es genauso weiter. Auch bei diesem Klassestück wird die Entwicklung live noch kräftiger und tiefer. Diese Wellen reißen mich mit. Und es folgen Stücke, die schon auf den Alben schneller sind. Nun geht das Publikum voll mit und Trentemøller wirbelt auf der Bühne.

Schön dass er die Musik nicht durch Worte einleitet oder kommentiert. Das lässt er eine der beiden Sängerinnen tun, aber auch nur einmal. Es genügen die Gesten, die Bewegungen, seine Freude. Leider ist nach einer Zugabe und 80 min Schluss. Ich bin begeistert!

Comentários

Deixe um comentário. Faça login na Last.fm ou cadastre-se agora (é gratuito).