frameworks festival, 25.03.12

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Mar 30 2012, 7h50



das frameworks festival münchen bleibt mir in gewisser weise nicht gewogen. am drumherum, dem lineup, der hervorragenden location, an allem gibt es nichts zu rütteln. nur ich komme nicht auf die beine, um die auf jeweils drei tage angesetzte veranstaltung nahtlos verfolgen zu können. waren im letzten jahr zeitprobleme grund genug, um nur einen abend im mug zu verbringen, so hat man mich heuer schwer angeschlagen gesehen und mit halber kraft den samstag mitnehmen. der hatte es jedoch in sich. schon auf dem papier machte sich magie breit. eingeladen waren der aus lüneburg stammende andreas otto, der seit ca. 2001 unter dem moniker Springintgut musik macht, dazu Sylvain Chauveau, der tausendsassa der französischen musikszene, sowie die beiden in berlin beheimateten Masayoshi Fujita & Jan Jelinek.

gestartet wurde mit springintgut, der mit einem cello antrat und einigen elektronischen gerätschaften. am boden aufgeklebte sensoren verschafften ihm zusätzlich die möglichkeit, mit dem bogen seines instruments eine audiosoftware zu steuern. das ergebnis war eine mehr als aufregende performance, in der neben den warmen streichertönen beats, klicker- und klacker- töne, verzerrungen und eine vielzahl aufgezogener texturen eine hauptrolle spielten. das besonnene vorgehen des musikers, der ganz in ruhe den bogen mal über das cello, dann wieder durch den scheinbar leeren raum schob, stand im gegensatz zur bewegenden musik, die ihm gelang. aufbrausendes gegen stillstand, momente des innehaltens, verschiebungen, tonale stapel, die es zu entschichten galt. der aufmerksame zuhörer konnte sich leicht in dem angebot verirren. doch ein anstoss, eine leichte bewegung konnte ihn zurückholen in diese unbekannte welt, in der man anlehnung suchte im cellospiel, in zumeist kurzen fahrten, die in sicherheit wogen, die jedoch treu vereinnahmt wurden von sich wiederholenden pattern, von griffiger, wenngleich gegenzüge aufweisender elektronik. etwas ballettöses hatte sein auftritt schon, die körperliche bewegtheit unterschied sich wie die musikalie vom gewöhnlichen. doch wem der einstieg gelangt, der konnte gut folgen und trieb mit den ungewöhnlichen mustern und färbungen in seine ganz eigene welt. das instrument, also die gesamtheit aus cello und elektronischen hilfsmitteln nennt otto übrigens fello. eine von ihm kreierte verbindung aus tradition und moderne. sehr gelungen.

mehr hier: http://dasklienicum.blogspot.de/2012/03/konzert-frameworks-festival-250312.html

Fr., 23. Mär. – Frameworks Festival 2012

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