• The Smrz Awards 2009

    Dez 12 2009, 10h50

    In München wurden vergangenen Freitag zum zweiten Mal die SMRZ-Music-Awards verliehen, die vor allem in der alternativen Musikszene heißbergehrt sind.

    Moderator Jan Delay eröffnete die Preisverleihung stilecht im Smoking und riss einige Witze über Namensgeber und Gründung der Smrz- Stiftung Cotisuelto Smrz, ehe der erste Preis des Abends verliehen werden sollte.

    Passenderweise verlieh Ärzte-Drummer Bela B. den Preis für die beste Band des Jahres (natürlich abgesehen von den Ärzten aus Berlin (aus Berlin!)) an Portugal.The Man, die sich überraschenderweise unter anderem gegen Muse durchsetzen konnten. Da die vier Jungs aus Alaska keine Freunde der großen Worte sind, bedankten sie sich brav und räumten die Bühne für den ersten Showact des Abends: Die Foo Fighters spielten erst ihre aktuelle Single TocarWheels an, ehe sie in den alten Brecher TocarAll My Life übergingen und so den Anwesenden ordentlich einheizten.

    Nach lang anhaltenden Jubelstürmen kam dann auch Laudator Helge Schneider endlich zu Wort um den Sven-Väth-Gude-Laune-Preis zu vergeben. Der ging dieses Jahr an The Whitest Boy Alive für ihren locker-leichten Frühlingshit 1517. Frontmann Erlend Øye beteuerte kurz in der Landessprache seine Liebe zu Deutschland und machte dann Platz für den nächsten zu verleihenden Preis.

    Thrash-Legende Max Cavalera stürmte zusammen mit seinem Kumpel Dave Grohl die Bühne und übte mit dem glänzend aufgelegten Publikum ein paar Growls um dann The Prodigys TocarInvaders Must Die als Smasher of the year auszuzeichnen. Da diese sich bereits wenige Meter nebenan für ihre Performance bereit waren kam Vocalist Keith Flint nur zum Abholen vorbei und bedankte sich durch das Spielen von TocarInvaders Must Die und Breathe.

    Gitarrengott Steve Vai hatte dann die große Ehre den Gitarrenmoment des Jahres 2009 zu küren, der an die schottischen Alternativerocker von Biffy Clyro für ihren Lick in Bubbles ging. Auch sie führten die Serie der kurzen Danksagungen fort.

    Der nächste Preis war für den Solokünstler des Jahres, den Peter Fox vergeben sollte. Dieser beteuerte, dass er zwar immer über Berlin sänge, aber auch ein Stück München in seinem Herzen trüge. Zum ersten Mal ging ein Award nach Österreich, denn die junge Anja Plaschg alias Soap&Skin überzeugte die Jury am meisten. Leider konnte sie nicht anwesend sein, da sie sich derzeit in Österreich auf Tour befindet.

    Der Übergang von Soap&Skin zum nächsten Liveact fiel Jan Delay nicht schwer, waren doch beide Künstler in der selben Kategorie nominiert: Die britische Künstlerin Imogen Heap performte TocarFirst Train Home und TocarGoodnight and Go, sehr zur Freude der begeisterten Fans.

    Danach war Zeit für einen der beiden Hauptpreise des Abends: Wer hat das Album des Jahres aufgenommen? Bemerkenswert war, dass jeder der Nominierten auch in anderen Kategorien zur Wahl stand. Die Ehre der Verleihung ließ sich der Zeremonienmeister des Abends, Jan Delay, nicht nehmen und sorgte mit dem Ergebnis für Erstaunen: Der Preis ging an Karin Dreijer Andersson als Fever Ray für ihr gleichnamiges Debütalbum. Delay würdigte es als das athmosphärisch überzeugendste Album und würdigen Sieger.

    Für den Audiovisual-Preis konnten die Organisatoren niemanden geringeren als Kultregisseur Uwe Boll gewinnen, der betonte, dass dieser Preis demjenigen gilt, der die überzeugendste und stimmigste Symbiose aus der gespielten Musik und den dazugehörigen Bildern erzeugen kann. Wie erwartet ging dieser Preis an den US-amerikanischen Künstler Sufjan Stevens für seinen Kurzfilm über den Brooklyn-Queens-Expressway in New York, The BQE. Das Werk sei eine moderne Sinfonie, die dazu noch in geradezu perfekter Weise mit genau den richtigen Bildern, die eine kohärente Gesamtstimmung transportieren würden, so Boll. Stevens selbst war an diesem Abend leider nicht anwesend.

    Dennoch kamen die knapp 5000 Gäste auf ihre musikalischen Kosten, denn als nächster Showact brachten Bloc Party die Halle zum Beben: Mit ihren Smashern TocarMercury und Helicopter brachten sie jeden einzelnen zum Tanzen.

    Um den Newcomer des Jahres zu küren, kamen die Vorjahressieger Ezra Koenig und Rostam Batmanlij von Vampire Weekend extra von ihrer Australientour angereist. Sie betonten, dass in dieser Kategorie nicht zwangsläufig nur Künstler nominiert wären, die ihr Debüt 2009 veröffentlichten, sondern generell Bands, die sich in diesem Jahr zum ersten Mal Aufmerksamkeit erspielen konnten. Und als wäre es ein Theaterstück gewann auch die Band, auf die genau das zutraf: Die US-Progger von dredg. Deren Sänger Gavin Hayes bedankte sich artig für den unglaublichen Support bei ihren deutschen Fans und verschwand dann auch schon.

    Ausführlicher wurde es dann bei der Vergabe des Classic- Awards für Künstler, deren zeitlose Musik auch über ihr (Band-)Bestehen hinaus Menschen bewegen und inspirieren würde, so Laudatorin Alison Krauss. Vor allem bei den Geehrten träfe dies zu, die nicht nur den Grundstein für spätere Rockbands gelegt haben, sondern dazu noch den vermutlich besten Song aller Zeiten geschrieben haben. Die Rede war natürlich von Led Zeppelin, die von Frontmann Robert Plant vertreten wurden. Dieser zeigte sich sehr gerührt ob der feinen Worte seiner Freundin und Kollegin und ließ sich tatsächlich von den (mittlerweile stehenden) Gästen zu einem kurzen A-Capella-Duett ihres (Plants und Krauss') Hits TocarPlease Read The Letter hinreißen.

    Die erfürchtige Stimmung in der Halle zerstreute anschließend Electrolore-Meister Alexander Marcus mit der Performance seines Hits 1,2,3

    Wie die Faust auf's Auge passte da natürlich die Kür der besten Live- Performance in diesem Jahr, die Clueso mit Vergnügen übernahm. Ihm gefalle hier besonders die Tatsache, dass man mit einem kleinen Gig vor 100 Leuten die gleichen Chancen auf den Sieg hat wie mit einer riesigen Stadionshow oder sogar mit einem von Monologen unterbrochenen Jazzkonzert, wie sich dieses Jahr zeigte. Am Ende war es dann doch eine riesige Stadionshow, die den Sieg davontrug, denn Muse waren siegreich und dürfen nun eine weitere Trophäe in ihrer Königsdisziplin ihr eigen nennen.

    Mike Skinner, der zunächst mehr dem Flirten mit Damen aus der ersten Reihe als mit dem Halten einer Laudatio beschäftigte, durfte dann die Melodie des Jahres auszeichnen. Er tat dies indem er (eher schlecht als recht) große Melodien der Vergangenheit intonierte, wie Yellow Submarine von den Beatles, TocarWe Are The Champions von Queen und natürlich Fit But You Know It von The Streets. Die Melodie des Siegerliedes konnte er dann aber doch nicht, sodass uns eine Skinner'sche Interpretation von John Frusciantes Unreachable erspart blieb. Leider war auch Mr. Frusciante an dem Abend nicht in München, weil er gerade mit den Red Hot Chili Peppers probte.

    Trotz der Tatsache, dass sie an diesem Abend leer ausgingen, feierten die Schweden von Friska Viljor ausgiebig auf der Bühne, während sie People Are Getting Old und Old Man zum Besten gaben - mit der Ankündigung auf der Aftershowparty weitere Songs zu spielen.

    Für die vorletzte Laudatio hieß es dann "Maximi, Maxima, Maxi Max ist da", denn der ehemalige Freundeskreis- Vorsitzende zeichnete die Lyrics des Jahres aus, bei dem der Großteil der Nominees deutschsprachig war (es war die einzige Kategorie, in der es so war!). Den Award mit nach Hause nehmen durfte der Mindener Rapper Curse, der sich unglaublich freute, da er, wie er sagte, eigentlich nur zum kostenlos Essen, Trinken und Feiern hierher gekommen wäre.

    Mit Spannung wurde dann der Preis der Preise erwartet: Was würde der Song des Jahres werden? Fünf hochkarätige Lieder standen zur Auswahl, bei denen auch Laudator Kele Okereke eine Entscheidung äußerst schwer gefallen wäre, wie er betonte. Es könne aber, wie immer, nur einen Gewinnersong geben und der hieße dieses Jahr Rich Girls und stamme von The Virgins. Frontmann Donals Cumming freute sich über alle Maßen über diesen Award, musste aber die deutschen Fans, die sich auf die Liveperformance des Songs freuten, leider enttäuschen - er leide an einer Erkältung und könne unmöglich auftreten. Er bedankte sich noch ein Dutzend Mal und räumte dann mit sichtlich schlechtem Gewissen die Bühne.

    Ein letztes Mal kam dann auch noch Jan Delay zu Wort. Er versicherte dem Münchener Publikum, dass es keinen Grund zur Trauer gäbe, denn er höchstpersönlich habe für hochkarätigen Ersatz gesorgt. Niemand geringeres als Peter Fox sollte diese Show beenden!

    Und so gingen mit den Songs lok auf zwei beinen, Schwarz zu blau, Stadtaffe und Alles neu eine rundum gelungene Awardshow mit den absolut richtigen Gewinnern und rundum zufriedenen Gästen zu Ende.



    Die Gewinner und Nominierten in der Übersicht:

    Band
    dredg
    Friska Viljor
    Muse
    Portugal.The Man
    The Virgins

    Sven- Väth- Gude- Laune
    curse - Gold
    friska viljor - People Are Getting Old
    the whitest boy alive - 1517

    Smasher
    biffy clyro - Golden Rule
    dredg - Savior
    the prodigy - TocarInvaders Must Die

    Guitar Moment
    biffy clyro - Bubbles (lick)
    incubus - TocarBlack Heart Inertia (solo)
    the mars volta - Cotopaxi (riff)

    Solokünstler
    John Frusciante
    Imogen Heap
    Soap&Skin

    Album
    fever ray - Fever Ray
    john frusciante - The Empyrean
    portugal.the man - The Satanic Satanist
    soap&skin - Lovetune for Vacuum
    the virgins - The Virgins

    Audiovisual
    marilies jagsch - concrete garden (music video)
    muse - making the resistance (bonus dvd)
    sufjan stevens - the bqe (short film)

    Newcomer
    dredg
    Fever Ray
    Soap&Skin
    The Virgins
    James Yuill

    Classic
    Led Zeppelin

    Live- Performance
    jan delay - s.oliver arena, würzburg
    peter fox - hip hop open, mannheim
    friska viljor - schocken, stuttgart
    muse - olympiahalle, münchen
    helge schneider, liederhalle, stuttgart

    Melodie
    dredg - Cartoon Show Room
    john frusciante - Unreachable
    imogen heap - TocarSwoon

    Lyrics
    curse - Gold
    jan delay - überdosis fremdscham
    dredg - I Don't Know

    Song
    dredg - I Don't Know
    foo fighters - TocarWheels
    imogen heap - TocarWait It Out
    muse - Undisclosed Desires
    the virgins - Rich Girls
  • last.fm milestones vol. 1

    Out 15 2009, 20h25

    Penis

    1st track: (03 Nov 2006)
    Muse - TocarStarlight


    1000th track: (30 Nov 2006)
    Incubus - TocarWish You Were Here


    2000th track: (18 Dec 2006)
    Kings of Convenience - TocarParallel Lines


    3000th track: (07 Jan 2007)
    John Frusciante - TocarCarvel


    4000th track: (23 Jan 2007)
    Red Hot Chili Peppers - TocarHard to Concentrate


    5000th track: (10 Feb 2007)
    Manu Chao - TocarDesaparecido


    6000th track: (23 Feb 2007)
    Jack Johnson - TocarSitting, Waiting, Wishing


    7000th track: (11 Mar 2007)
    Red Hot Chili Peppers - TocarTell Me Baby


    8000th track: (03 Apr 2007)
    Panic at the Disco - TocarI Constantly Thank God for Esteban


    9000th track: (18 Apr 2007)
    Dynamite Deluxe - TocarGrüne Brille


    10000th track: (08 May 2007)
    System of a Down - TocarTentative


    11000th track: (23 May 2007)
    The Burning Paris - TocarCoral City Ruin


    12000th track: (11 Jun 2007)
    Afro Celts - TocarWhen I Still Needed You


    13000th track: (30 Jun 2007)
    Friska Viljor - Oh Oh


    14000th track: (15 Jul 2007)
    Friska Viljor - Oh Oh


    15000th track: (26 Jul 2007)
    Third Eye Blind - Danger


    16000th track: (24 Aug 2007)
    Donavon Frankenreiter - TocarMove By Yourself


    17000th track: (11 Sep 2007)
    Die Ärzte - kopfüber in die hölle / revolution (live)


    18000th track: (02 Oct 2007)
    The Jimi Hendrix Experience - She So Fine


    19000th track: (17 Oct 2007)
    High Contrast - The Persistence Of Memory


    20000th track: (30 Oct 2007)
    Placebo - TocarBulletproof Cupid


    21000th track: (13 Nov 2007)
    Incubus - TocarLight Grenades


    22000th track: (27 Nov 2007)
    Friska Viljor - Oh Oh


    23000th track: (12 Dec 2007)
    Archive - Sit Back Down


    24000th track: (05 Jan 2008)
    Staind - TocarOpen Your Eyes


    25000th track: (15 Jan 2008)
    CunninLynguists - The Park (Fresh Air) (feat. Chizuko Yoshihiro)


    26000th track: (03 Feb 2008)
    Alexi Murdoch - Orange Sky


    27000th track: (19 Feb 2008)
    Red Hot Chili Peppers - TocarWet Sand


    28000th track: (05 Mar 2008)
    The Mars Volta - Askepios


    29000th track: (22 Mar 2008)
    Nick Drake - Pink Moon


    30000th track: (12 Apr 2008)
    The Mars Volta - Conjugal Burns


    31000th track: (05 May 2008)
    Radiohead - TocarFaust Arp


    32000th track: (21 May 2008)
    Aphex Twin - Strotha Tynhe


    33000th track: (13 Jun 2008)
    Rage Against the Machine - TocarRenegades of Funk


    34000th track: (02 Jul 2008)
    The Subways - Alright


    35000th track: (15 Jul 2008)
    The Album Leaf - Always For You


    36000th track: (30 Jul 2008)
    Estelle - American Boy


    37000th track: (11 Sep 2008)
    Justice - Let There Be Light


    38000th track: (07 Oct 2008)
    Anathema - TocarAre You There?


    39000th track: (16 Oct 2008)
    Tiger Lou - Take Me to the Water


    40000th track: (03 Nov 2008)
    Jeff Buckley - TocarLast Goodbye


    41000th track: (18 Nov 2008)
    The Subways - Shake! Shake!


    42000th track: (01 Dec 2008)
    The Script - TocarBreakeven


    43000th track: (10 Dec 2008)
    Slipknot - Before I Forget


    44000th track: (26 Dec 2008)
    Sufjan Stevens - What Child Is This Anyway?


    45000th track: (14 Jan 2009)
    The Kooks - TocarMatch Box


    46000th track: (03 Feb 2009)
    Aphex Twin - Kladfvgbung Micshk


    47000th track: (13 Feb 2009)
    John Frusciante - TocarIn Rime


    48000th track: (25 Feb 2009)
    Third Eye Blind - Crystal Baller


    49000th track: (16 Mar 2009)
    The Script - Anybody There


    50000th track: (26 Mar 2009)
    Tiger Lou - Sell Out


    51000th track: (11 Apr 2009)
    The Subways - I Won't Let You Down


    52000th track: (24 Apr 2009)
    Donavon Frankenreiter - TocarThat's Too Bad (Byron Jam)


    53000th track: (07 May 2009)
    Beginner - Morgen Freeman


    54000th track: (29 May 2009)
    Buena Vista Social Club - Chan chan


    55000th track: (13 Jun 2009)
    The Subways - Alright


    56000th track: (24 Jun 2009)
    Friska Viljor - Puppet Cabaret


    57000th track: (07 Jul 2009)
    LTJ Bukem - TocarCoolin' Out


    58000th track: (22 Jul 2009)
    The Virgins - One Week of Danger


    59000th track: (20 Aug 2009)
    John Frusciante - Heaven


    60000th track: (31 Aug 2009)
    Portugal. The Man - TocarGuns and Dogs


    61000th track: (22 Sep 2009)
    Boards of Canada - Aquarius


    62000th track: (09 Oct 2009)
    Alice in Chains - TocarCheck My Brain



    Generated on 15 Oct 2009
    Get yours here
  • Die Top 20 Alben der Nullerjahre

    Out 13 2009, 10h36

    1. John Frusciante - To Record Only Water For Ten Days (2001)
    Natürlich musste ein Frusciante- Album oben stehen, warum dann nicht auch gleich das, das ich wohl am häufigsten gehört habe, das mich aufgrund seines einzigartigen Sounds seit jeher berührt?

    2. Bloc Party - A Weekend In The City (2007)
    Ein wenig überraschend, aber vollkommen verdient. Selten hat ein Album in sich mehr Sinn gemacht, das Cover und den Titel inklusive. DER Soundtrack für einen nächtlichen Spaziergang in der Stadt

    3. The Mars Volta - Frances the Mute (2005)
    Lange musste ich überlegen, welches Mars Volta- Album mein Favorit ist und ich habe mich schließlich für dieses hier entschieden, weil es eine unbegreifliche Atmospähre hat, von den großen Melodien und Hits wie "L'Via L'Viaquez" mal abgesehen.

    4. The Streets - Original Pirate Material (2002)
    Musik, die ich gesucht habe, ohne es zu wissen. "Original Pirate Material" ist eines der urbansten Alben, die ich je gehört habe und der Opener "Turn the page" ist einer der besten, die es gibt.

    5. Red Hot Chili Peppers - By the Way (2002)
    Ein ungewohnt poppiges Album der Peppers, das aber die mit "Californication" eingeschlagene Richtung logisch weiterführt und nicht nur dank Mr. Frusciantes großartigen Zweitstimmen sofort ins Ohr geht.

    6. State Radio - Us Against The Crown (2006)
    Eines DER Sommeralben überhaupt. Punkfolkreggae in Perfektion und im Sommer dementsprechend in Dauerrepeat.

    7. The Mars Volta - De-Loused in the Comatorium (2003)
    Verschrobene Gitarren, unmenschlich hoher Männergesang dazu eine wahnsinnige Energie ließen mich beim Debüt der Lockenköpfe aufhorchen. Ständig im Clinch mit "Frances" um die Führungsposition im Mars Volta- Universum. Damit sollte klar werden, wie hauchdünn nur der Abstand der Top 20- Alben zueinander ist.

    8. Queens of the stone age - Songs For The Deaf (2002)
    Für mich eines der wichtigsten Alben der Rockgeschichte überhaupt. Wenn man daran denkt, denkt man wahrscheinlich an die Hits "Go with the flow" und "No one knows" und weiß gar nicht mehr, warum es so toll sein soll - bis man es dann mal wieder von vorne bis hinten durchhört und merkt, dass es funktioniert!

    9. Jan Delay - Searching For The Jan Soul Rebels (2001)
    "Dieses Album ist ungefähr so geil, wie das Gefühl drei Stunden lang pissen zu müssen und dann endlich gehen zu können" hieß es einst in der Maxim - und in der Tat ist Jan Eißfeldts Solodebüt eines der besten deutschen Alben überhaupt. Musik, Texte, Kollabos, hier stimmt einfach alles.

    10. Muse - Absolution (2003)
    Diese Band schafft es viel Pathos unkitschig in Songs einzuarbeiten - und das am besten auf ihrem Drittwerk, das dazu noch mit ordentlichen Brechern wie "Stockholm Syndrome" angereichert wurde.

    11. Aphex Twin - Drukqs (2001)
    "Maestro Panzerfahrer" beweist auf diesem Doppelalbum, dass verschrobenes Elektrogefrickel tatsächlich ins Ohr und in die Beine gehen können - dazwischen immer mal wieder Mr. James am Klavier oder klavierähnlichen Instrumenten.

    12. John Frusciante - The Will to Death (2004)
    Unglaublich intimes Album von Mr. Froo-shan-tay. Allein der Titeltrack treibt einem die Tränen in die Augen

    13. Torch - Blauer Samt (2000)
    Astreines HipHop- Album, das zwar einige unüberhörbare Oldschool- Einflüsse hat, trotzdem absolut auf der Höhe der Zeit war. Da Herr Hahn schon einiges im Biz mitgemacht hat, hat er so einiges zu erzählen. Dazu kommt mit "Morgen" ein hochphilosophisches Stück am Ende.

    14. Incubus - Morning View (2001)
    Wohl das eingängigste aller Incubus- Alben mit einem Hit nach dem anderen. Doch trotz harter Ausreißer wie "Under my umbrella" zieht sich die entspannte Stimmung eines Morgens durch die ganze Scheibe.

    15. Sufjan Stevens - Greetings From Michigan: The Great Lake State (2004)
    Mr. Stevens' unaufdringliches Organ, dazu noch ein tolles Händchen für Arrangements haben mich zu einem großen Fan gemacht. Auf diesem Album zeigen sich seine ganzen Vorzüge: Ruhige Stücke mit Gitarre, weitausholende Orchestersätze, Vibraphoninstrumentals - großartig!

    16. The Album Leaf - In a Safe Place (2004)
    Die Inkarnation von Herbst- und Wintermusik: Ruhige Rhodes Pianos, Vibraphon, Gitarre, ab und zu ein Schlagzeug oder mal Gesang. Einfach nur schön.

    17. Sigur Rós - Takk (2005)
    Sehr orchestrales Werk der Isländer, deren große Stärken, das Auftürmen von großen Melodien sich besonders auf diesem Werk wiederfinden.

    18. Clueso - Gute Musik (2004)
    Ehemaliger HipHopper singt herrlich unaufgeregt über jazzige Arrangements übers Kiffen, Gott und die Welt und gute Musik.

    19. Porcupine Tree - Deadwing (2005)
    Ich habe mich also tatsächlich gegen "In Absentia" entschieden, obwohl dort die größeren Hits drauf zu finden sind. Aber dieses Album ist in sich geschlossener und diente für "Fear of a blank planet" dann sogar nochmal als Blaupause für ein weiteres PT- Album.

    20. Damien Rice - O (2003)
    Auch hier musste ich lange überlegen, welches Album des gefühlvollen Iren ich in die Top 20 berufe und habe mich letztendlich für das etwas befreiter aufspielende Debüt entschieden, bei dem mir vor allem "Amie" und "Eskimo" regelmäßig Schauer über den Rücken jagen.
  • Overall Top Artists Analyse mit Stichael Meinbrecher und Koliver Ahn

    Ago 27 2009, 19h57

    Meinbrecher: Guten Abend, verehrte Zuschauer. Herzlich willkommen zu einer weiteren spannenden Analyse der Overall Top Artists im Jahre 2009. Und ganz besonders begrüße ich unseren Experten Koliver Ahn. Herzlich Willkommen, Koliver.
    Ahn: Dankeschön. Hallo.

    Meinbrecher: Herr Ahn, nichts neues an der Spitze?
    Ahn: Richtig. John Frusciante verteidigt erfolgreich seinen Titel aus dem letzten Jahr und hat seinen Vorsprung sogar noch weiter ausbauen können - keine sonderlich große Überraschung, denn Mr. Frusciante hat ja Anfang 2009 sein Meisterwerk The Empyrean veröffentlicht.

    Meinbrecher: Gefolgt von Incubus auf dem zweiten Platz, die immerhin auch ein Album dieses Jahr herausgebracht haben.
    Ahn: Allerdings ist Monuments And Melodies ein best-of und eine B-Seiten-Kollektion, kein komplett neues Studioalbum. Trotzdem könnte dieses Best-of-Album das Zünglein an der Waage gewesen sein, das ihnen gerade noch so den zweiten Platz gesichert hat.
    Meinbrecher: Sie sprechen die Red Hot Chili Peppers an, die in den letzten Wochen eine Aufholjagd gestartet haben und nur 54 Plays weniger als Incubus haben.
    Ahn: Erstaunlich, wenn man die Tatsache bedenkt, dass sich die Chili Peppers immer noch in ihrer Auszeit befinden - die aber Ende dieses Jahres enden soll.

    Meinbrecher: Auf den Plätzen vier und fünf folgen, jeweils mit gebührendem Abstand The Mars Volta und Sufjan Stevens.
    Ahn: Da auch The Mars Volta ein Album rausgebracht haben, dürfte dieses Jahr eine kleine Enttäuschung für sie sein. Nach ihrem fulminanten Aufstieg im letzten Jahr, hat sich die Lage um sie nun ein wenig beruhigt. Und Sufjan Stevens hat sich wohl auch endgültig auf dieser Position eingenistet, Respekt!

    Meinbrecher: Ansonsten wenig Überraschungen in den Top10. Erst auf Platz 11 und 12...
    Ahn: Wenn auch keine Überraschungen im Stile von State Radio im letzten Jahr. Vielmehr konnten sich Tiger Lou und Bloc Party durch tolle neue Alben, die ihr wahnsinniges Potential unterstrichen haben, nun endlich im oberen Bereich etablieren. Auch The Subways haben den Trend, der sich bereits letzten Sommer angedeutet hat, erwartungsgemäß fortgesetzt und sich Platz 15 geschnappt - nicht zuletzt dank zweier großartiger Konzerte in Mannheim und Stuttgart.

    Meinbrecher: Was sind sonst noch Ihre Aufsteiger und Einsteiger des Jahres, Koliver?
    Ahn: Nun zunächst einmal Rise Against, die es schafften, vom Freundestipp innerhalb des Jahres zu einer festen Größe zu werden. Platz 21 spricht da für sich - zumal es nur denkbar knapp an den Top 20 vorbeigegangen ist.
    Und die nächste Überraschung folgt gleich auf dem nächsten Platz: Less Than Jake haben nur einen Sommer gebraucht um gleich die Top 50 zu knacken. Der astreine Ska passt aber auch einfach zur warmen Jahreszeit, allen voran natürlich ihr Kracher The Science of Selling Yourself Short.
    The Future Sound of London könnte außerdem einen ähnlichen Weg wie Aphex Twin einschlagen - durch ihre Ambienttracks konnten sie die Top 50 erklimmen, genauer gesagt sogar Platz 32, jetzt könnte Ihnen der große Sprung gelingen.
    Desweiteren freut es mich, dass Vampire Weekend es nun endlich in die Top 50 geschafft haben. Nach dem großartigen letzten Jahr absolut verdient - gleiches gilt für The Cat Empire.

    Meinbrecher: Wem trauen Sie im nächsten Jahr Großes zu?
    Ahn: Schwierig zu sagen, da die meisten Überraschungen wie aus dem Nichts kamen. Ich traue den ganzen Künstlern, die die Top 50 dieses Jahr nur knapp verfehlt haben, viel zu, wie zum Beispiel The Virgins, Jeff Buckley oder Soap&Skin; aber auch Portugal. The Man, deren letztes Album The Satanic Satanist Potential hat von den Plays das nächste A Weekend In The City zu werden.

    Meinbrecher: Gab es Enttäuschungen in diesem Jahr?
    Ahn: Nicht im selben Maße wie in den letzten Jahren, aber die Foo Fighters mussten sich nach einem Jahr wieder aus den Top 50 verabschieden und auch der Abstieg von Imogen Heap setzte sich fort - auch wenn ich große Hoffnungen in sie hege, da ihr neues Album, das ja bereits letztes Jahr erscheinen sollte, nun endlich auf dem Markt ist. Bob Marley & The Wailers und System of a Down haben sich aus den Top 50 verdrängen lassen und Peter Fox hat es trotz großem Hype und exzessivem Hören nicht ganz geschafft - aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    Meinbrecher: Die Rolling Year Charts bergen auch keine großen Überraschungen, wenn man sich die Entwicklungen, die wir bereits angesprochen haben, ansieht. Den ersten Platz teilen sich John Frusciante und Tiger Lou, es folgen weiter Bands, die entweder etabliert sind, den Sprung in die Top 50 geschafft oder ihn nur knapp verpasst haben.
    Ahn: Wie zum Beispiel dredg, die in nur knapp drei Monaten 266 Plays erreicht haben. Wenn sie es richtig anstellen, könnten auch sie nächstes Jahr zu den 50 beliebtesten Künstlern zählen.

    Meinbrecher: Wir kommen nun langsam zum Ende unserer Analyse und auch Sie, Koliver, werden nicht um eine Einschätzung im Meisterschaftskampf herumkommen. Wer holt sich den Titel 2010?
    Ahn: Nun, John Frusciantes Vorsprung von fast 500 Plays lässt mir nur wenig Freiheiten, was meinen Tipp angeht - auch wenn es natürlich machbar ist. Ich denke er holt sich den Meisterschafts- Hattrick, aber ich glaube dahinter kommt es zu Bewegungen: Das Ende der Chili Peppers- Auszeit, hoffentlich eine Mars Volta- Tour, hoffentlich eine Incubus- Tour, eventuell ein neues Sufjan Stevens- Album. Da kann einiges passieren.
    Meinbrecher: Wir wollen es hoffen und freuen uns auf ein musikreiches Jahr 2010. Vielen Dank Koliver Ahn für ihr geschätztes Wissen und Ihnen, liebe Zuschauer, einen schönen Abend. Machen Sie's gut, hauen Sie rein. Adé.

    Overall Top Artists
    1 John Frusciante 2,452
    2 Incubus 1,968
    3 Red Hot Chili Peppers 1,914
    4 The Mars Volta 1,683
    5 Sufjan Stevens 1,470
    6 Porcupine Tree 965
    7 Clueso 931
    8 Aphex Twin 918
    9 Muse 911
    10 Damien Rice 893
    11 Tiger Lou 828
    12 Bloc Party 815
    13 Nick Drake 794
    14 Friska Viljor 759
    15 The Subways 747
    16 Turin Brakes 716
    17 State Radio 675
    18 The Streets 674
    19 La Vela Puerca 673
    20 The Album Leaf 609

    Rolling Year Charts
    1 John Frusciante 719
    1 Tiger Lou 719
    3 Sufjan Stevens 593
    4 Less Than Jake 588
    5 The Subways 517
    6 Bloc Party 508
    7 Friska Viljor 473
    8 Rise Against 399
    9 Red Hot Chili Peppers 394
    10 Clueso 374
    11 Incubus 364
    12 The Mars Volta 325
    13 Porcupine Tree 321
    14 La Vela Puerca 306
    15 The Virgins 303
    16 Jeff Buckley 294
    16 Peter Fox 294
    18 Nick Drake 290
    19 Coldplay 289
    20 Soap&Skin 286
  • Sweet lyrics in sour times - Part VI

    Jul 7 2009, 20h59

    I could have been your pillar, could have been your door
    I could have stayed beside you, could have stayed for more
    Could have been your statue, could have been your friend
    A whole long lifetime could have been the end
    TocarOne Of These Things First

    Trying all the time to find something that would make you mine
    But all I ever find my love
    Are clichés that don’t rhyme
    Popular Mechanics for Lovers

    Please read the letter
    I pinned it to your door
    It's crazy how it all turned out
    We needed so much more
    ...
    Please read my letter
    And promise you'll keep
    The secrets and the memories and
    Cherish in the deep
    TocarPlease Read The Letter

    The castles we built were so tall
    They only left us further to fall
    And still I see them far away
    But maybe we'll come back someday
    TocarWash Away

    Let's spend the whole day in bed then
    Cause if we don't you'll want to, want to leave
    I try to hold something I can
    I try to hold something I can never keep
    Your Visits Are Getting Shorter

    Lass uns nicht von morgen sprechen
    Worte können uns nicht retten, bald ist alles egal
    Wir können die Sorgen vergessen
    Lasst uns tonnenweise Torte fressen,
    Champagner-Sorten testen und versuchen,
    die Sterne mit Sektkorken zu treffen
    ...
    Lass uns langsam Hand in Hand nach Hause gehn
    und uns noch ein mal richtig lang in die Augen sehen
    Ich sag jetzt alles, was ich dir nie gesagt hab
    Gib mir einen Kuss - dann bricht der letzte Tag ab
    Der letzte Tag
  • Sweet lyrics in sour times - Part V

    Dez 3 2008, 22h17

    Like You Said
    The music stops and in the blink of an eye
    She tells me to give it a try
    Could stay I guess i know i could
    'cause it feels jut like you said it would

    TocarThe Man Who Can't Be Moved
    Some try to hand me money they don't understand,
    I'm not...broke I'm just a broken hearted man,
    I know it makes no sense, but what else can I do,
    How can I move on when I'm still in love with you...

    Last Night They Had to Carry Me Home
    And I'm sorry for whatever I did to make you leave
    'cause last night they had to carry me home

    TocarAre You There?
    But since you've been gone I've been lost inside
    Tried and failed as we walked by the riverside
    Oh I wish you could see the love in her eyes
    The best friend that eluded you lost in time
    Burned alive in the heat of a grieving mind

    TocarLast Goodbye
    This is our last goodbye
    I hate to feel the love between us die.
    But it's over
    Just hear this and then I'll go:
    You gave me more to live for,
    More than you'll ever know.

    Well, this is our last embrace,
    Must I dream and always see your face?
    Why can't we overcome this wall?
    Baby, maybe it's just because I didn't know you at all.

    Kiss me, please kiss me,
    But kiss me out of desire, babe, and not consolation.
    Oh, you know it makes me so angry 'cause I know that in time
    I'll only make you cry, this is our last goodbye.

    Did you say, "No, this can't happen to me"?
    And did you rush to the phone to call?
    Was there a voice unkind in the back of your mind saying,
    "Maybe, you didn't know him at all,
    you didn't know him at all,
    oh, you didn't know"?

    Well, the bells out in the church tower chime,
    Burning clues into this heart of mine.
    Thinking so hard on her soft eyes, and the memories
    Offer signs that it's over, it's over.
  • Overall Top Artists Analyse mit Derhard Gelling und Nünther Getzer

    Jul 10 2008, 20h42

    Gelling: Herzlich willkommen, liebe Zuschauer. Auch dieses Jahr möchten wir die Top Artists von Cotisuelto Smrz unter die Lupe nehmen und haben deswegen als Experten Nünther Getzer eingeladen - grüße Sie, Herr Getzer.
    Getzer: Freut mich hier zu sein.

    Gelling: Herr Getzer, die große Überraschung gleich zuerst: Der Meistertitel.
    Getzer: Das ist richtig. Nur wenige hatten John Frusciante auf der Rechnung - wenngleich er für mich aufgrund der Diversität seiner Werke mit dem größten Potential daher kam.

    Gelling: Auch wenn der Vorsprung nur denkbar knapp war. 1662 Plays zu 1586 Plays für Incubus - ebenfalls eine Überraschung.
    Getzer: Dass die Red Hot Chili Peppers nur auf dem dritten Platz landen würden, hätte wohl niemand prophezeit.

    Gelling: Und die Überraschungen hören auch danach nicht auf. Auf Platz vier katapultierten sich innerhalb eines Jahres The Mars Volta.
    Getzer: Zweifellos eine Glanzleistung. Gegen Ende des Kalenderjahres 2007 hatten sie sich endlich in den Top50 etabliert, ehe sie dann nach dem Konzert in München im März nach vorne schossen. 274 Plays in der Woche nach dem Konzert - unglaublich! Damit haben sie den Rekord von Incubus aus dem Vorjahr um 20 Plays geschlagen. Alle Achtung!

    Gelling: Arbeiten wir uns weiter "nach unten" durch: Weitere Überraschungen folgen auf den Plätzen 8 und 10.
    Getzer: Das ist richtig. Zwar hatte Aphex Twin bereits eine gute letzte Saison, war aber mit seinen Ambient- Alben eher Hintergrundmusik denn etablierter Künstler. Das hat er durch 26 Mixes for Cash und Drukqs erreichen können. Wenn man bedenkt, wie viel Material noch von ihm verfügbar ist, kann ich mir durchaus vorstellen, dass er sich in den Top 10 halten kann.
    Gelling: Ein Wort zu State Radio?
    Getzer: Der erfolgreichste Neueinsteiger in die Charts, der mit Platz 10 einen beachtlichen Erfolg geschafft hat. Mit der Mischung aus Reggae und Punk haben die drei Amerikaner typische Sommermusik geschrieben, die dementsprechend oft gehört wird in den warmen Monaten.
    Gelling: Der Vollständigkeit halber sollte man hier noch erwähnen, dass State Radio erst nach dem Southside 2007 ins Geschehen eingegriffen haben.
    Getzer: Umso mehr gebührt ihnen der Respekt für den zehnten Platz.

    Gelling: Lassen Sie uns noch einige Worte zu einigen Neueinsteigern verlieren.
    Getzer: Sehr gerne. Pendulum haben sich in ihrer Zeit seit Oktober 2007 sehr gut geschlagen und nach Rock im Park 2008 noch einen Schub erlebt, der sie im Endeffekt bis auf Platz 19 geführt hat.
    Gelling: Ebenso beachtlich ist das Abschneiden von Bloc Party
    Getzer: Das sehe ich auch so, wenn man bedenkt, dass fast alle ihrer 294 Plays vom sensationellen Album A Weekend In The City stammen. Auch die hätte man im Juli 2007 sicher nicht in den Top50 ein Jahr später erwartet.
    Gelling: Ebensowenig wie Alexi Murdoch, der vor allem in der Frühlingszeit Plays gewinnen konnte und sich somit einen verdienten Platz in den Top50 ergattern konnte.
    Getzer: Große Verwunderung bringt auch die Tatsache mit sich, dass sich Bands wie Lunik, Band of Horses und boysetsfire in den Top50 festbeißen konnten und somit eigentlich gesetzte Größen in Smrzens musikalischem Repertoire, wie z.B. Coldplay, Blink 182 oder Daft Punk, hinter sich lassen konnten.

    Gelling: Sehen Sie irgendwelche Enttäuschungen in dieser Saison?
    Getzer: Nun, die Kings of Convenience können sicherlich nicht zufrieden mit dem Saisonverlauf sein, sie haben sich zu einfach aus den Top 10 verdrängen lassen. Sie gehören, neben Imogen Heap, sicher zu den großen Verlieren der abgelaufenen Spielzeit. Aber da Ms. Heap wahrscheinlich noch dieses Kalenderjahr ein Album auf den Markt bringen wird, mache ich mir da keine Sorgen, dass es mit ihr auch bald wieder bergauf gehen wird.

    Gelling: Letztes Jahr wurden die Foo Fighters angesprochen - ein Kommentar dazu?
    Getzer: Mit Platz 37 in die Top50 eingezogen, Minimalziel erreicht.

    Gelling: Um bei den Entwicklungen und Prognosen des letzten Jahres zu bleiben. Sufjan Stevens, der Überraschungszehnte der letzten Saison genießt mittlerweile Ausnahmestatus.
    Getzer: Da haben Sie recht - er hat sich mittlerweile als fünfte Kraft etabliert und hat noch reichlich Luft auf die nächstplatzierten. Bis die Mars Volta zu ihrem fulminanten Schub ansetzten, war er gar lange Zeit die Nummer vier und ließ damit Künstler mit großen Ambitionen auf den Anführerposten der zweiten Reihe hinter sich - Damien Rice oder Muse, um nur zwei Beispiele zu nennen.

    Gelling: Letztes Jahr wurde, wohl eher scherzhaft gemeint, angeführt, was passieren würde, wenn man alle Tracks der Mars Volta, auf denen John Frusciante mitgewirkt hat, zusätzlich für ihn werten würde...
    Getzer: Vin dieser Idee hale ich nichts. Wo ist da die Grenze? Dann Remixes müsste man auch bei Remixes den Ursprungskünstler UND den remixenden Künstler zählen. Nein nein - das bisherige System ist schon in Ordnung so.
    Gelling: Wir haben uns trotzdem mal den Spaß gemacht und die wirklichen Frusiante- Zahl (wo wir jetzt aber von allen Mars Volta Stücken ausgehen) ermittelt. Als Solokünstler, mit den Chili Peppers, mit den Mars Volta, mit Ataxia, mit Josh Klinghoffer, mit Tricky kommen wir auf 4322 Plays.
    Getzer: Beachtlich - aber um zu zeigen, dass Frusciante ein wichtiger Künstler für Cotisuelto Smrz ist, hätte es dieser Rechnerei nicht bedurft.

    Gelling: Sieht man sich die Rolling Year Charts an, so fällt einem zunächst auf, dass es nicht mehr so eindeutig an der Spitze ausfällt wie im letzten Jahr, als die Spitzengruppe um die Chili Peppers, Incubus und Frusciante so dominierte.
    Getzer: Das ist richtig, das Feld ist breiter geworden innerhalb der letzten Saison, das ist die Entwicklung, die ich mir wünsche. Offen für Neuerungen, die das bisherige Ranking ständig durcheinanderwirbeln können.
    Gelling: Noch kurz einige Anmerkungen zu den Rolling Year Charts (Statistiken folgen unten). Demnach gebührt - nicht gerade überraschend - The Mars Volta Platz eins, dahinter John Frusciante und an dritter Stelle Sufjan Stevens.

    Gelling: Auch wenn die Prognosen aus dem letzten Jahr nicht ins Schwarze getroffen haben, kommen Sie, Herr Getzer nicht drum herum, einige Vorhersagen für die nächste Saison zu treffen.
    Getzer: Nun, wenn es denn sein muss. Der Meisterschaftskampf ist, wie diese Saison offenbart hat, ausgeglichen wie nie. Mich würde nicht überraschen, wenn es ein Künstler der Spitzengruppe machen würde, wenngleich man auch nicht The Mars Volta vergessen darf, da Smrz bereits im Juli erneut auf ein Konzert gehen wird.
    Ansonsten wird Sufjan Stevens die fünfte Kraft bleiben. Es wird naturgemäß wenig Änderungen in den Top10 geben, aufgrund des immensen Vorsprung der aktuellen Künstler. Aber es wird auch im nächsten Jahr, dessen bin ich mir sicher, die ein oder andere Überraschung geben, die ein wenig Würze in das Rennen um die Gunst von Cotisuelto Smrz bringen wird.

    Gelling: Dann danke ich Ihnen, Herr Getzer für Ihre fachkundige Meinung und Ihnen, werter Leser, für Ihr Interesse. Machen Sie's gut, hauen Sie rein. Bis bald.

    Rolling Year Charts
    1 The Mars Volta 1,033
    2 John Frusciante 886
    3 Sufjan Stevens 607
    4 Incubus 596
    5 State Radio 545
    6 Red Hot Chili Peppers 528
    7 Aphex Twin 492
    8 Porcupine Tree 440
    9 Pendulum 428
    10 Rage Against the Machine 387
    11 Turin Brakes 369
    12 Beatsteaks 352
    13 Damien Rice 351
    14 Nick Drake 332
    15 Muse 317
    16 The Album Leaf 307
    17 La Vela Puerca 300
    18 Bloc Party 289
    19 Teitur 284
    20 Clueso 278

    Overall Top20
    1 John Frusciante 1,662
    2 Incubus 1,586
    3 Red Hot Chili Peppers 1,478
    4 The Mars Volta 1,099
    5 Sufjan Stevens 844
    6 Muse 738
    7 Damien Rice 717
    8 Aphex Twin 627
    9 Porcupine Tree 624
    10 State Radio 546
    11 Clueso 540
    12 The Album Leaf 519
    13 Kings of Convenience 511
    14 Turin Brakes 501
    15 The Streets 458
    16 Rage Against the Machine 445
    17 Nick Drake 435
    18 Pendulum 428
    19 Teitur 420
    20 La Vela Puerca 367
  • Sweet lyrics in sour times - Part IV

    Jun 3 2008, 18h48

    Well I've been here before
    sat on a floor, in a grey, grey mood
    Where I stay up all night
    And all that I write, is a grey grey tune
    So pray for me child
    Just for a while
    And I might break out yeah
    Pray for me child, even a smile, would do for now...
    Grey Room

    I'm trying to forget the past...
    TocarTrying to forget

    There are a million things you'll never get to do
    You had your way before, and where'd it get you to?
    Waking up on the floor and sleeping in your shoes
    Already too much change in the reflecting pool
    Shots is Fired

    Morning comes in Paradise, morning comes in light.
    Still I must obey, still I must invite.
    If there's anything to say, if there's anything to do,
    If there's any other way, I'll do anything for you...
    For the Widows in Paradise, for the Fatherless in Ypsilanti

    It's still the same, nothing has changed.
    We still drink the same water...
    We Still Drink The Same Water

    Sometimes I cry when it's late at night
    And you're not there to lay next to me
    Morning breaks and the sun warms my face
    How I wish it were you warming me...
    TocarMuch Farther To Go


    like the last time, there is a BUT:

    so if you see me
    walking around in the streets of your town
    don't feel for me
    i've got more peace of mind than you ever shall find
    i got lost in the world
    slow motion walking and dire dry talking
    as bad as things be, i'm a natural survivor
    TocarLast Clown
  • Sweet lyrics in sour time Part 3

    Ago 30 2007, 18h46

    I used to feel a lot
    Things used to be alright
    so much was going on
    I'm empty now inside
    When i thought life was terrible
    Things were going fine
    Look On (Album Version)

    Some people fall in love and touch the sky
    Some people fall in love and find quicksand.
    I hover somewhere in between
    I swear
    I can't make up my mind
    TocarQuicksand

    I got wiring loose inside my head
    I got books that I never ever read
    I got secrets in my garden shed
    I got a scar where all my urges bled
    I got people underneath my bed
    I got a place where all my dreams are dead
    Blackest Eyes

    I'm undecided
    What should I do now
    Go back to her place
    Or find someone new

    Oh oh
    Everything is gone now
    Oh Oh

    I saw you out there yesterday
    What did you want to say
    A perfect piece of DNA
    Caught in a flashing ray
    This Is the Place

    Now that we're old and worn
    A little ripped and torn
    One day we'll be re-born
    One day I will meet you right back here
    Once again
    End Over End

    I can tell you why
    People die alone
    I can tell you why
    The shadow on the sun
    TocarShadow On The Sun

    A little time to adjust
    Would be just what we need
    I've meant to tell you what I think that you think
    When I cross your mind
    A Firm Kick (Album Version)
  • Eine Analyse der Overall Top Artists mit Kohannes J. Berner und Klürgen Jopp

    Jul 10 2007, 11h23

    Berner: Hallo liebe Zuschauer zur Saisonanalyse der cotisueltosmrz-last.fm-Charts 06/07. Mein Name ist Kohannes J. Berner, mit mir im Studio, wie immer, unser Experte Klürgen Jopp. Hallo Klürgen.
    Jopp: Grüß Gott, Kohannes.
    Berner:: Klürgen, in dieser Saison gab es ein echtes Kopf an Kopf- Rennen zwischen den Red Hot Chili Peppers und Incubus, das am Ende die Chili Peppers mit dem sensationellen Durchbruch der 1.000er- Marke für sich entscheiden konnten. Mit 1.012 Plays konnten sie am 09. Juli die Saison knapp für sich entscheiden, dicht gefolgt von den fünf Jungs von Incubus mit 998 Plays.
    Jopp: Das ist richtig. Eine solch knappe Entscheidung habe ich in meiner bisherigen Karriere noch nicht erlebt.
    Berner: Man darf aber auf keinen Fall John Frusciante vergessen, der auf der Zielgeraden noch ordentlich aufgeholt hat.
    Jopp: Das ist vollkommen korrekt. In der letzten Austragungswoche hat er mit 184 Plays nicht nur klar die wöchentlichen Plays gewonnen, sondern nochmal für ordentlich Spannung gesorgt. Letztendlich lag er dann mit 988 Plays nur zehn Tracks hinter Incubus, die lange Zeit an der Spitze der Overall Top Artists standen.

    Berner: Da du gerade die wöchentlichen Plays ansprichst, dort haben ja auch nur ganz wenige Künstler die wichtige 100-Plays- Marke geschafft...
    Jopp: ... wie zum Beispiel John Frusciante, die Red Hot Chili Peppers, aber auch Imogen Heap oder Placebo. Den absoluten Rekord haben aber Incubus mit sensationellen 254 Plays in einer Woche aufgestellt.
    Berner: Wie ist das nur möglich?
    Jopp: Ganz einfach. Es war die Woche, nach der cotisueltosmrz bei Incubus in München war.
    Berner: Aber er war doch genauso zwei Mal auf einem Chili Peppers- Konzert, und die haben keine so dominante Rolle gespielt in der folgenden Woche.
    Jopp: Nun, das Konzert im Olympiastadion soll nicht so überragend gewesen sein, dennoch kam es ja zu einer eindeutigen Dominanz in der Woche - nämlich durch John Frusciante, seineszeichens ja Gitarrist bei den Chili Peppers, der ordentlich gerockt haben muss bei diesem Event.
    Und in der Woche nach dem Konzert in Stuttgart 2006 haben die Chili Peppers als erste Künstler die 100er- Marke durchbrochen.

    Berner: Ist es nicht auffällig, dass mit Incubus, den Chili Peppers und John Frusciante drei Künstler aus Kalifornien an der Spitze stehen?
    Jopp: Nun, zunächst sollte man das etwas differenzierter sehen. Wie gesagt ist Frusciante ja Gitarrist der Chili Peppers und außerdem sind in den Top 10 überhaupt nur vier Artists aus den USA, also 40%, die gleiche Quote gilt auch für die Top 20, da sind es 8 von 20.

    Berner: Wen würdest du als größte Überraschung dieser Saison bezeichnen?
    Jopp: Da gibt es so einige. Incubus haben schonmal für eine Überraschung gesorgt. Jeder hatte wohl einen Durchmarsch der Chili Peppers erwartet und als Incubus dann für so lange Zeit ganz oben stand, haben sich die meisten wohl erst mal verwundert die Augen gerieben.
    Die größte Überraschung ist für mich aber eindeutig Clueso. Wenn jemand zu Beginn der Saison gesagt hätte, Clueso würde am Ende in den Top 10 stehen, hätte das wohl niemand geglaubt. Nun steht er als bestplatzierter deutscher und deutschsprachiger Act auf Platz acht!
    Hervorheben möchte ich außerdem die Leistung von The Album Leaf, der nur knapp die Top 10 verpasst hat, was ihm niemand zugetraut hätte, Sufjan Stevens, der The Album Leaf aus den Top 10 verdrängt hat, obwohl er erst im Mai ins Geschehen eingegriffen hat, sowie Friska Viljor. Die Schweden wurden erst im Juni aktiv, haben aber einen ausgezeichneten 16. Platz gemacht. Glückwunsch!

    Berner: Welche Bands gehören für dich zu den großen Verlierern der Saison?
    Jopp: Ganz klar die Foo Fighters und 3 Doors Down, die die Top 50 verpasste haben, sowie Nirvana, die es noch nicht mal in die Top 100 geschafft haben. Für sie kann man nur hoffen, dass sie in der nächsten Saison ordentlich zulegen.

    Berner: Zum Abschluss noch die Frage nach deiner Einschätzung der nächsten Saison und deinen Meisterschaftskandidaten?
    Jopp: Ich glaube, dass die nächste Saison ähnlich spannend verläuft. Ich kann mir ständige Führungswechsel zwischen den Chili Peppers, Incubus und Frusciante vorstellen.
    Allerdings kann es auch sein, dass eine Band aus den Top 10 einen ordentlichen Schub erhält und auch nochmal in den Meisterkampf eingreift. Wie wir ja wissen, geht cotisueltosmrz im Juli zu Damien Rice (Platz 6) und will unbedingt noch auf eine Muse (Platz 4)- Tour gehen. Ein Konzertbesuch von Clueso hat diesen in die Top 10 gehievt, während sich Incubus nach einem Konzertbesuch ganz schön absetzen konnten.
    Ich persönlich glaube aber dass die Red Hot Chili Peppers ihren Titel verteidigen können, einfach weil sie ein fast unausschöpfliches Repertoire aus über 20 Jahren Bandgeschichte haben. Auch Incubus hat viel Material, genauso wie Frusciante, aber an das der Chili Peppers reicht es vom Umfang nicht heran.
    Trotzdem bin ich sehr auf den Verlauf der neuen Saison gespannt.

    Berner: Ich denke das sind wir alle. Klürgen, vielen Dank für deine Expertise. Meine Damen und Herren, das war auch schon die Saisonanalyse vom 09. Juli 2007, wir melden uns dann bald mit dem Abschluss der Track- Saison 06/07. Bis dahin, machen Sie's gut, hauen Sie rein und rock on!



    Die Statistik:
    1 Red Hot Chili Peppers - 1,012
    2 Incubus - 998
    3 John Frusciante - 988
    4 Muse - 423
    5 Kings of Convenience - 381
    6 Damien Rice - 378
    7 The Streets - 259
    8 Clueso - 254
    9 Imogen Heap - 251
    10 Sufjan Stevens - 230
    11 The Album Leaf - 213
    12 Thievery Corporation - 208
    13 Porcupine Tree - 183
    14 Lunik - 171
    15 Jack Johnson - 162
    16 Friska viljor - 160
    17 LTJ Bukem - 148
    18 Placebo - 146
    19 System of a Down - 136
    19 Teitur - 136