Mando Diao in Bestform

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Out 26 2009, 21h23

Mo., 19. Okt. – Mando Diao, The Rumble Strips, Carl Norén

Erst im August war ich auf dem letzten Mando Diao Gig, doch wer sie einmal live gesehen hat, kriegt nicht genug von ihnen. Das war auch der Grund, warum ich ohne lange überlegen zu müssen, eine Special Unit, das Mean Street Team Frankfurt in meiner Nähe gegründet habe. Als Mitglied hilft man, die Band via Flyer, Poster oder Sticker zu promoten. Und was liegt näher als meine Lieblingsband zu promoten?!

Aufgrund dieser Promotionaktionen direkt vor der Tour hatten wir als Team die Möglichkeit, den Soundcheck und später auch die Band persönlich zu sehen! Am Nachmittag trafen wir uns bereits vor der Halle und warteten auf Katrine (Mitarbeiterin des Managements Flagstone). Nur kurze Zeit später durften wir bereits die Halle betreten! Die anderen Menschen, die bereits in einer Schlange standen, um sich die besten Plätze zu sichern, staunten nicht schlecht! Aber auf diese Fans komme ich später nocheinmal zu sprechen.

Beim Soundcheck waren wir erstmal vom Bühnenaufbau geplättet! Neuerdings haben beide Sänger von Mando Diao, Gustaf Norén und Björn Dixgard, ein eigenes Mikro. Es schien eine Art ornamentalische Metallskulptur zu sein, an deren oberen Endungen jeweils ein Mikrophon saß und welche natürlich im Vordergrund der Bühne stand. Bislang teilten sich die beiden ein Mikrophon während der zahlreichen Songs, die sie gemeinsam singen! Außerdem war eine überdimensionale Treppe auf der Bühne aufgebaut, auf deren Spitze der Drummer Samuel Giers am Schlagzeug saß! Manche unter uns mögen (wie ich) gedacht haben, CJ Fogelklou hätte aufgrund seiner Körpergröße besser dorthin gepasst, doch dieser stand am linken Bühnenrand. Am rechten Bühnenrand saß Mats Björke am Keybord! Im Hintergrund waren viele Leinwände zu sehen, die später auch während der Show zahlreich genutzt wurden.

Nachdem wir also einige Songs während des Soundchecks hören durften, kamen die Jungs zu uns herüber. Leider war die Zeit ziemlich knapp, da der Soundcheck länger dauerte als erwartet! Ich hatte mir extra ein Poster drucken lassen, auf dem ein Gustaf Norén Motiv von Nina Stiller zu sehen ist. Das hab ich mir dann von dem hübschesten Schweden überhaupt signieren lassen! Dann noch schnell jeweils ein Bild mit Gustaf Norén und Björn Dixgard abgestaubt und schon mussten wir die Halle wieder verlassen!

Draußen angekommen – und total euphorisiert – stürzten wir uns auf das Street Work. Wir nutzen also die Gelegenheit mit anderen Fans zu sprechen, sie über die Street Teams und die Homepage zu informieren! Unter anderem verteilten wir auch Gewinnspielsticker, an denen scheinbar jeder interessiert war.

Nachdem wir alle Flyer und Sticker verteilt hatten, trafen wir Katrine an der Halle wieder. Wir – als Team – durften 5 Minuten früher die Halle betreten, wodurch wir die Option hatten, direkt in der ersten Reihe zu stehen, was auch die meisten von uns taten. Ich persönlich bevorzuge inzwischen ein Plätzchen weiter hinten, wo ich mich nicht mit schreienden Teenies oder Pogo tanzendenden 0815 Konzertgängern herumschlagen muss (und das mein ich durchaus wörtlich!)

Also ging ich zuerst zum Merchstand und kaufte mir ein Shirt. Wie immer! Aber da kann ich mich nicht zurückhalten, selbst wenn mein Kleiderschrank inzwischen zu einem großen Teil aus Mando Diao Shirts besteht!

Es verging eine ganze Weile, die man durchaus für ein Bier oder eine Zigarette nutzen konnte, wenn man nicht gerade in der ersten Reihe stand..hehe..bis endlich der erste Support Carl Noren zu spielen begann. Bisher kannten wir ihn nur als einen der kreativen Köpfe von Sugarplum Fairy, und auch hier bewies er sein musikalisches Talent. Die Songs waren zum Großteil sehr ruhig, aber durchaus angenehm, gerade als Einstieg für solch ein fulminantes Mando Diao Konzert, das folgen sollte.

Der zweite Support Act waren The Rumble Strips – eine britische Band mit Potenzial, welche mich ebenfalls ganz gut unterhielt.

Nach einer Umbaupause, die für jeden eingefleischten Mando Fan gefühlte Stunden dauerte, wurde endlich das Licht gedimmt und das Intro erklang. Boar, der Bass verpasste uns allen erstmal eine Gänsehaut! Im direkten Anschluss prallte Blue Lining White Trenchcoat auf uns ein. Diesen Song habe ich vor dieser Tour noch nie live gesehen und fand ihn einfach optimal live umgesetzt! Es war also ein perfekter Einstieg in das Konzert, auf das wir uns so lange gefreut hatten. Es folgten zwei Klassiker der Band. Zum einen God Knows, wobei die ganze Halle lautstark mitsang und ich das erste mal den Verdacht hatte, ich könnte am nächsten Tag heiser sein. Zum anderen .Lady. Dieser Song ist vom ersten Album Bring´em in. Die meisten Konzertbesucher werden „sie“ gar nicht gekannt haben oder es kam ihnen nur ein wenig bekannt vor, weil der Song vor Jahren mal in der Werbung einer (hier nicht genannten) Firma spielte.

Danach folgten You Got Nothing On Me, gesungen von Björn Dixgard, und TV & Me, gesungen von Gustaf Norén, also die ersten “Soloeinlagen” der Frontmänner.

Ganz im Zeichen der frisch herausgegebenen B-Side Compilation wurden dann zwei B-Seiten gespielt. Zuerst Burning Up – zu finden auf der Gloria Single, aber nicht auf The Malevolence, von der ich gerade sprach..äh..schrieb, dann Chi Ga, einer der wohl beliebtesten B-Sides.

Und als wäre das nicht Höhepunkt genug, stimmte Gustaf danach seine persönliche HymneYou Can´t Steal My Love an. Auch hier sangen wieder die Massen mit und es wurde schwer Gusatfs Gesang zu hören.

Und dann plötzlich Stille, die Bühne wird dunkel. Was war los? Kurze Zeit später erschienen beide Frontmänner auf einer zweiten Bühne in der Mitte der Halle und sangen The New Boy, All My Senses, Gold und Never Seen The Light Of Day acoustic. Das war einfach bezaubernd, weil kaum jemand (ohne VIP Ticket) damit rechnete! Ich stand direkt vor der zweiten Bühne, weil ich diesen Acoustic Part bereits erwartete, und filmte einen Teil von The New Boy – einer meiner Lieblingssongs.

Daraufhin verließen sie die Zweibühne und es war A Decent Life – das Intro zu Give Me Fire zu hören! Nach Give Me Fire wurde das letzte Album und auch die Tour benannt. Da dieser Song ebenfalls sehr bekannt ist, ließ es sich die Masse nicht nehmen, mitzugröhlen. Passend dazu hüllten die Leinwände die Halle in eine gigantische Lichtshow, die die von You Can´t Steal My Love übertraf.

Danach präsentierten die Schweden ihren Klassiker Down In The Past, gefolgt von High Heels bei dem auch die die Backgroundsängerinnen in den Vordergrund traten – mit den Hintern wackelnd und in Presswurstkleider gezwängt.

Dann folgten zwei Songs, zu denen passende Filmausschnitte zu sehen waren. Erst Gloria mit Ausschnitten aus verschiedenen James Bond Filmen, dann Mean Street mit Szenen aus dem gleichnamigen Film. Auch wieder ein Highlight!

Nach Long before Rock´n´Roll, auch wieder ein Song, der auf keinem Mando Diao Konzert fehlen darf, verließ die Band das erste mal die Bühne. Aber kurze Zeit später nachdem das Publikum lautstark nach einer Zugabe verlangte, kamen sie zurück auf die Bühne, um Sheepdog anzustimmten. Es folgte ein Yeah Yeah Yeah Millionen weiteren Yeah Yeah Yeahs.

Direkt darauf folgte Dance With Somebody. Jetzt sprangen auch die jungen Konzertbesucher auf und sangen lauthals mit. Die Halle glich einer Disko, gekrönt durch eine überdimensionale Diskokugel. Spätestens jetzt war jeder, der sich in der Halle befand klitschnass und durchgeschwitzt. Wieder verließen sie die Bühne, aber ließen sich diesmal nicht lange bitten und kamen erneut auf die Bühne und sangen den letzten Song des Abends Go Out Tonight.

Nach diesem mal wieder einzigartigen Konzert kann ich es kaum erwarten die Jungs bald wieder auf einer Bühne zu sehen!

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