Blog

RSS
  • GIAA machen Laune

    Out 2 2013, 8h56

    Eine der Bands die live komplett anders daherkommen als auf den Studioalben. Nicht besser oder schlechter, anders eben. Die feinen und differenzierten Songstrukturen, die filigranen Zwischentöne gingen in der großen Lautstärke verloren. Dafür kamen die Gitarrenwände derart druckvoll daher dass es richtig Spass machte und gute Stimmung aufkam. Allgemeines Headbanging war angesagt; die Band war mit vollem Herzblut bei der Sache und verstand es die Fans mitzureissen. Schön fand ich die insgesamt sehr familiäre Atmosphäre. Nach dem Gig konnte man die Jungs am T-Shirt-Verkaufsstand aufsuchen und ein wenig quatschen.
    Den 20er war's auf jeden Fall wert.
  • 40 Jahre Musikkultur "Made in Freising"

    Jul 24 2011, 8h42

    Tolles Reunion-Konzert anläßlich einer Ausstellung "40 Jahre Musikkultur Made in Freising". Schön einige meiner alten Weggefährten von "Schade Deutschland" noch einmal auf der Bühne zu sehen. Kerniger Deutschrock wie in den alten Tagen. Danach boten die Freisinger Urgesteine Wurff und Eukalyptus hervorragenden Krautrock, bzw. hochwertige Rock Covers.

    http://www.lastfm.de/music/Schade%2520Deutschland?ac=schade%20deut
  • Guru Guru & Birth Control 9.12.2009

    Dez 10 2009, 16h08

    Mi., 9. Dez. – Guru Guru & Birth Control
    Die Tickets habe ich bei unserem Wochenanzeiger gewonnen, der den Krautrock-Gig ankündigte. Ohne dieses Losglück wäre ich wohl zuhause geblieben, obwohl ich beide Bands seit den 70ern kenne. Hätte ich aber vorher gewusst was für ein tolles Konzert stattfindet, ich hätte alle Termine saußen lassen und freiwillig 50 Euro hingeblättert.
    Knapp 200 Besucher (überwiegend männlichen Geschlechts jenseits der 45 Lenze) hatten sich im Metrolpolis eingefunden. Habe mich recht wohlgefühlt unter Meinesgleichen.
    Es war der Abend der Schlagzeug-Urgesteine Mani Neumeier und Bernd "Nossi" Noske.
    Guru Guru machte den Anfang. Das Schlagzeugspiel von Mani Neumeier war druckvoll und facettenreich. Höhepunkte des Auftritts: Schlagzeugsolo und die Zugabe "Der Elektrolurch".
    Nach kurzer Umbaupause legten dann Birth Control mit "The Work Is Done" los. Und wie! Satter, kerniger Hardrock. Und als die kratzigen Hammond-Orgel-Sounds einsetzten trieb es mir fast die Tränen in die Augen. Wie in besten Deep Purple- und Uriah Heep-Zeiten. Dazu die ewig junge Rockröhre von Nossi Noske. Auch hier gab's ein Schlagzeugsolo, eingebettet in das mächtig lange "Gamma Ray".
    Der Sound war durchgehend sehr gut; beste Rockmusik. Ein gelungener Abend. - Alter schützt vor Krautrock nicht !
  • Porcupine Tree in der Tonhalle, München, 28.11.09

    Dez 2 2009, 10h12

    Sa., 28. Nov. – Porcupine Tree, Stick Men
    Für eine Vorband waren Sting Men geradezu phänomenal. Die ehemaligen King Crimson Knappen Tony Levin und Pat Mastelotto zusammen mit Michael Bernier sind an Virtuosität kaum zu überbieten. Man wagte sich sogar an Strawinskis Feuervogel.
    Der erste Set von Porcupine Tree bestand aus den 14 Teilen von The Incident. Für meinen Geschmack kamen etwas zu viele Sounds und Parts aus dem Computer; dadurch wirkte alles ein wenig statisch, wenig Raum für Improvisation. Das stellt aber die Qualität der Komposition The Incident in keinster Weise in Frage - Ein Meisterwerk der Extraklasse. Im zweiten Set sprang der Funke aber dann endgültig über. Der Sound einen Tick zu basslastig, ansonsten aber sehr gut, druckvoll und kernig. Grundsolides, überzeugendes Handwerk von Steven Wilson und seinen Mannen und tolle Songs aus dem gesamten Porcupine Tree Backkatalog (u.a. Russia on Ice, Aneshetize, Stars Die oder Way out of here) machten den Abend kurzweilig und zu einem echten Erlebnis. Moderner Progressiv Rock vom Feinsten, dargeboten von sympatischen Musikern in grossartiger Spiellaune. Mir hat es rundherum gefallen.
  • RPWL aufm Olympiaturm

    Dez 13 2008, 11h13

    Die Band war im Vergleich zum Tourauftakt seinerzeit im April im Freisinger Lindenkeller nicht wieder zu erkennen. Perfekt eingespielt und voll Spiellaune. Und da die Lokalität da oben ja nur sehr klein ist hatte das ganze so eine richtig schöne Clubatmosphäre. Wie Yogi Lang dann auch anmoderierte: "Back to the roots", sprich keine grosse Anlage, keine Türme von Kühlschränken und all dem technischen Zeugs. Das Schlagzeug nicht über Anlage abgenommen, also pur, und jeder nur einen kleinen Verstärker und eine Lautsprecherbox dazu; so wie man im Übungsraum Musik macht oder wie es in den späten 60ern üblich war. Der Sound war druckvoll, nicht zu laut, sehr differenziert, einfach perfekt für diesen Raum. Durch das Fehlen der ganzen Technik musste die Band das Repertoire entsprechend anpassen. Sie gaben viele ihrer schönen Balladen zum besten, "Three Lights" oder "Crazy Lane", und da der Gig auch als Grüsse an Pink Floyd angesetzt war natürlich viele Floyd-Sachen, darunter so ungewöhnliche Songs wie "Fat Old Sun", "Cymbaline", Syd Barretts "Opel" oder als Hommage an den guten Rick Wright das schräge Floyd-Frühwerk "Biding my Time".
    Als Höhepunkt ein zehnminütiger Ausschnitt der "Atom Heart Mother Suite". Da triebs einem fast die Tränen raus, Gilmour und Co hätten es kaum besser hingekriegt.
    Drei Zugaben, gute und familiäre Stimmung allerseits.
    So muss ein Konzert sein, so macht RPWL Freude.
    Dazu dann noch der Blick aus 200 Metern Höhe über das nächtliche München. Ein gelunger Freitag-Abend.

    Gruss, Peter