Sun 21 Oct – Apocalyptica, Stam1na, Sturm Und Drang
Auch wenn die Namen es nicht unbedingt erahnen lassen, alle drei Bands kommen aus Finnland - und machen ziemlich unterschiedliche Musik. Ehrlich, ich hatte keine Ahnung, mit was ich bei diesem Konzert in Sachen Vorbands zu rechnen hatte.
Stam1na starteten um 20:30 Uhr. Nordischer Trash von fünf gut gelaunten und technisch versierten jungen Männern (2 Gitarren, ein Bass, ein Schlagzeug und - sicherlich eine Seltenheit beim Trash Metal - ein Keyboarder), die - nach eigenen Aussagen - bereits seit 11 Jahren zusammen spielen. Trash ist nicht so mein Ding, aber die Jungs waren engagiert und verbreiteten gute Laune... Was soll's, dazu wird gefeiert. Die Songs werden teils in Englisch, teils in Finnisch vorgestellt und der Sänger überrascht die Menge sogar mit ein paar Worten auf Deutsch. Nach etwa einer halben Stunde war das erste Gitarren und Double-Bass Gewitter vorbei.
Was dann kam war der Hammer.
Zuerst bauten die Roadies für eine Band auf, die offenbar unterdurchschnittlich groß sein sollten - so sah es dank der Mikrophonhöhe aus. Dann schlichen sich plötzlich ein paar Gestalten auf die Bühne, die als die finnische Version von Tokyo Hotel durchgehen könnten. 5 Teenager im Alter von etwa 14 bis 16 Jahren stimmen die Instrumente... und dann kam die Musik.
Meine anfängliche Skepsis war nach den ersten Akkorden wie weggeblasen. Was Sturm Und Drang da ablieferten, war wie eine junge Version von Stratovarius oder Sonata Arctica. Soli, abwechselnd mit Gitarre und Keyboard, mal beide Gitarren zusammen, eine klare hohe Stimme (hoffentlich hat der Sänger den Stimmbruch schon hinter sich, damit uns die Band noch lange erhalten bleibt), schnell, kraftvoll... das einzige was eigentlich fehlte, war die Routine auf der Bühne. Die Jungs wirkten ziemlich verkrampft und hatten dem Publikum wenig mehr mitzuteilen, als den Namen des nächsten Songs. Ein kleiner Schnitzer passierte während einer Ballade, wo dem zweiten Gitarristen der Sound weg blieb, was aber flott durch einen Roadie (Vati?) behoben werden konnte. Umso stärker das Highlight: Eine Coverversion von Iron Maidens Fear of the Dark, die auf jeden Fall Lust auf mehr machte. Meine absolute Hochachtung! Ich hoffe, ich sehe die Jungs wieder.
Ich hatte Apocalyptica noch nie in Action erlebt und keine Ahnung, wie vier Cellisten das Publikum einfangen können. Vier große Stühle beherrschten das Bühnenbild, in Apocalyptica-Manier dem Schädel-Cello nachempfunden und in der Mitte ein erstaunlich kleines Drumset. Die Stühle standen ziemlich weit hinten auf der Bühne und ich wunderte mich, was mit dem vorderen Teil passieren sollte.
Die Band kam unter donnerndem Applaus auf die Bühne - sie wurden seit Stunden sehnsüchtig erwartet, es war bereits etwa 22:30 Uhr - und nahm Platz.
Schnell wurde klar, wieso die Bühne so viel Platz lies. Als wenn man auf einer schnöden Gitarre spielte, wurde das Cello von den Artisten durch die Gegend getragen, mal hier oder dort aufgestellt und kräftig bearbeitet. Dazu wurde ordentlich die Mähne geschwungen! Der Schlagzeuge untermalte das ganze mit kräftigem Donner und die ausgefeilte Lichtshow rundete das ganze perfekt ab. Die Band zeigt ganz klar: Metal geht auch ohne Gesang - klar, zum Teil dank anderer Bands wie Metallica, deren Texte man auch bei einem Apocalyptica-Konzert einstimmig mitgröhlt.
Mit einem so runden Programm hatte ich nicht gerechnet. Trash-Metal, Power-Metal und die Symphonien von Apocalyptica... So bunt, dass es sicherlich nicht jedem Gefallen hat - die verhaltenen, aber immer höflichen Reaktionen des Publikums bei den Vorbands machten dies deutlich - aber für Metal-Fans mit nicht all zu engem Blickwinkel ein ganz besonderer Ohren- und Augenschmaus!
Auch wenn die Namen es nicht unbedingt erahnen lassen, alle drei Bands kommen aus Finnland - und machen ziemlich unterschiedliche Musik. Ehrlich, ich hatte keine Ahnung, mit was ich bei diesem Konzert in Sachen Vorbands zu rechnen hatte.
Stam1na starteten um 20:30 Uhr. Nordischer Trash von fünf gut gelaunten und technisch versierten jungen Männern (2 Gitarren, ein Bass, ein Schlagzeug und - sicherlich eine Seltenheit beim Trash Metal - ein Keyboarder), die - nach eigenen Aussagen - bereits seit 11 Jahren zusammen spielen. Trash ist nicht so mein Ding, aber die Jungs waren engagiert und verbreiteten gute Laune... Was soll's, dazu wird gefeiert. Die Songs werden teils in Englisch, teils in Finnisch vorgestellt und der Sänger überrascht die Menge sogar mit ein paar Worten auf Deutsch. Nach etwa einer halben Stunde war das erste Gitarren und Double-Bass Gewitter vorbei.
Was dann kam war der Hammer.
Zuerst bauten die Roadies für eine Band auf, die offenbar unterdurchschnittlich groß sein sollten - so sah es dank der Mikrophonhöhe aus. Dann schlichen sich plötzlich ein paar Gestalten auf die Bühne, die als die finnische Version von Tokyo Hotel durchgehen könnten. 5 Teenager im Alter von etwa 14 bis 16 Jahren stimmen die Instrumente... und dann kam die Musik.
Meine anfängliche Skepsis war nach den ersten Akkorden wie weggeblasen. Was Sturm Und Drang da ablieferten, war wie eine junge Version von Stratovarius oder Sonata Arctica. Soli, abwechselnd mit Gitarre und Keyboard, mal beide Gitarren zusammen, eine klare hohe Stimme (hoffentlich hat der Sänger den Stimmbruch schon hinter sich, damit uns die Band noch lange erhalten bleibt), schnell, kraftvoll... das einzige was eigentlich fehlte, war die Routine auf der Bühne. Die Jungs wirkten ziemlich verkrampft und hatten dem Publikum wenig mehr mitzuteilen, als den Namen des nächsten Songs. Ein kleiner Schnitzer passierte während einer Ballade, wo dem zweiten Gitarristen der Sound weg blieb, was aber flott durch einen Roadie (Vati?) behoben werden konnte. Umso stärker das Highlight: Eine Coverversion von Iron Maidens Fear of the Dark, die auf jeden Fall Lust auf mehr machte. Meine absolute Hochachtung! Ich hoffe, ich sehe die Jungs wieder.
Ich hatte Apocalyptica noch nie in Action erlebt und keine Ahnung, wie vier Cellisten das Publikum einfangen können. Vier große Stühle beherrschten das Bühnenbild, in Apocalyptica-Manier dem Schädel-Cello nachempfunden und in der Mitte ein erstaunlich kleines Drumset. Die Stühle standen ziemlich weit hinten auf der Bühne und ich wunderte mich, was mit dem vorderen Teil passieren sollte.
Die Band kam unter donnerndem Applaus auf die Bühne - sie wurden seit Stunden sehnsüchtig erwartet, es war bereits etwa 22:30 Uhr - und nahm Platz.
Schnell wurde klar, wieso die Bühne so viel Platz lies. Als wenn man auf einer schnöden Gitarre spielte, wurde das Cello von den Artisten durch die Gegend getragen, mal hier oder dort aufgestellt und kräftig bearbeitet. Dazu wurde ordentlich die Mähne geschwungen! Der Schlagzeuge untermalte das ganze mit kräftigem Donner und die ausgefeilte Lichtshow rundete das ganze perfekt ab. Die Band zeigt ganz klar: Metal geht auch ohne Gesang - klar, zum Teil dank anderer Bands wie Metallica, deren Texte man auch bei einem Apocalyptica-Konzert einstimmig mitgröhlt.
Mit einem so runden Programm hatte ich nicht gerechnet. Trash-Metal, Power-Metal und die Symphonien von Apocalyptica... So bunt, dass es sicherlich nicht jedem Gefallen hat - die verhaltenen, aber immer höflichen Reaktionen des Publikums bei den Vorbands machten dies deutlich - aber für Metal-Fans mit nicht all zu engem Blickwinkel ein ganz besonderer Ohren- und Augenschmaus!