Und da waren sie wieder die Jungs aus New Jearsey. Und im Schlepptau gleich mit einem neuen Album, dass auf den Namen "No Devolucion" hört. Man durfte also gespannt sein, wie die neuen Songs live rüberkommen würden...oder auch nicht, denn angepeilt war für diese Tour ein 10-Jähriges Jubiläum der "Full Collapse" Platte, dem wohl erfolgreichsten und populärsten Album der Amis. Jubiläen scheinen wohl zur Zeit populär zu sein. Vor wenigen Tagen erst haben die Punk-Rocker Millencolin ebenso eine Anniversary-Tour mit ihrem "Pennybridge Pioneers" Album gestartet. Und wie sagt man...Alte Liebe rostet nicht?! Genug Hits hat die "Full Collapse" allemal, trotzdem durfte man gespannt sein. 10 Songs wären wohl doch etwas dürftig für einen Abend und Andere können sich durchaus sehen lassen gegenüber den "Full Collapse" Stücken.
Das Konzert fand im kleinen, aber gemütlichen Logo statt. Nach wie vor eine meiner favorisierten Locations in Hamburg. Nicht zu groß und bei starken Auftritten wird eine unglaubliche Atmosphäre aufgebaut, da stört auch die Hitze nicht.
Im nicht ganz ausverkauften Haus ging das Ganze dann um Punkt 21:00 Uhr mit der ersten und einzigen Vorband los, City Light Thief.
City Light Thief
Viel habe ich von der Band vorher nicht gehört. Auf jeden Fall eine nette Idee einen lokalen Support aus Deutschland mitzunehmen. Gibt durchaus talentierte Bands im deutschsprachigen Raum, die kaum bzw. schwer Beachtung finden. City Light Thief ist definitiv eine Solche. Schwer zu beschreiben vom Musikstil, vielleicht irgendwas zwischen Thursday, Emery, Dance Gavin Dance?! Letztere schienen mir dem Ganzen am Nähesten zu sein. Ungeachtet des Musikstils ein sehr guter Auftritt, Sound hat gestimmt, auch wenn das dem Sänger nicht immer bewusst war. Einzig die Vocals des Gitarristen wurden mit der Zeit etwas anstrengend, waren aber nicht zu dominierend. Die Jungs schienen sehr erfreut bereits zu Beginn vor etwas größerem Publikum spielen zu dürfen. Das Logo hatte sich währenddessen schon gut gefüllt und gemosht wurde auch schon vereinzelt. Nach einer halben Stunde Spielzeit wars dann auch schon vorbei und die Bands verabschiedete sich unter Applaus von Bühne. Sehr nette musikalische Ansätze, sollte man in Zukunft ein Blick darauf behalten. Potenzial ist definitiv da, genauso wie deren neue Platte, die nach eigenen Angaben im Januar erschienen war.
Setlist (nicht bekannt)
Thursday
Nun stand dem Auftritt Thursdays nichts mehr im Wege...außer die Umbauzeit. Und die war, wie bei manchen Konzerten schon gewohnt, ca. eine halbe Stunde lang. Also noch ein Bier holen...oder sich das Merch anschauen. Gab so 3-4 Shirts im üblichen Preissektor, 20€ soweit ich das erblicken konnte. Darunter Standart-Shirts sowie 1-2 für das neue Album.
Jetzt konnte es aber losgehen, ohne großem Intro und gleich mit einem Song vom neuen Album, "Fast To The End" hieß das Ganze und legte schon ein ordentliches Tempo an mit dem typischen und unverwechselbaren Thursday Sound. Die Jungs machen einfach kaum was falsch beim Schreiben neuer Platten, ganz im Gegenteil, es lassen sich immer wieder Entwicklungen feststellen. Und das im Positivem, ohne ihren Stil groß zu verändern. Stark! Und so sollte es auch erstmal weitergehen. Die ersten 4 Songs allesamt von der neuen Platte. Diese ließen aber schon erahnen, dass in einiger Zeit live damit viel abgehen wird. Das Publikum war von Anfang an voll dabei und fleißig am Moshen, sollten die Lyrics irgendwann sitzen, kann man sich auf weitere Auftritte freuen.
Nach der kleinen "No Devolucion" Session kam auch gleich schon die Jubiläumsankündigung, und das selbstverständlich ohne große Widerrede. Wann hört man schonmal ein ganzes Album und dann auch noch so ein Starkes an einem Live-Gig? Für meinen Geschmack schade, dass sie nicht noch was anderes gespielt haben, da ich die "War All The Time" Scheibe am stärksten einschätze, sowie mir einige Songs von "Common Existence" sehr gut gefallen. Der heutige Gig hat allerdings gezeigt, dass "Full Collapse" live einfach ungeschlagen bleibt. Die Power, die hier rüberkommt, ist wohl unerreichbar, was man auch im Publikum bemerkt hat, das nach der kurzen Aufwärmphase nun voll drin war und mitgesungen hat.
Sound war sehr gut abgestimmt und die Stimme kam und die Vocals kamen sehr klar rüber. Abgesehen davon war der Gesang einsame Spitze. Ich kenne wenige Sänger, die live mindestens das gleiche Niveau wie auf Platte erreichen...oder sogar noch besser! Highlights des "Full Collapse" Sets waren die Klassiker "
Sollte es das nach diesem Set nun also gewesen sein? Weit gefehlt, einen hatten die Amis noch, und zwar von der neuen Scheibe erneut. "Turnpike Divides", ein Song über ihre Heimatstadt, wo zum Schluss noch mal ausgepowert werden durfte. Unter großem Applaus verließen die Jungs dann die Bühne um doch noch einmal nach wenigen Minuten wiederzukommen. Ein Song sollte es an diesem großen Abend noch geben, und was kommt da anderes in Frage als "
Setlist
Fast To The End
Magnets Caught In A Metal Heart
No Answers
Past And Future Ruins
A0001
Understanding In A Car Crash
Concealer
Autobiographie Of A Nation
A Hole In The World
Cross Out The Eyes
Paris In Flames
I Am The Killer
Standing On The Edge Of Summer
Wind-Up
How Long Is The Night?
I1100
Turnpike Divides
Zugabe
Jet Black New Year
Fazit
Ein großer Abend mit einem sehr netten Support, den man im Auge (oder Ohr) behalten sollte. Aber der Hauptaugenmerk lag klar auf Thursday, die ihrer Historie gerecht wurden und ein sehr starkes Set gespielt haben, wenn auch "nur" mit ihren neuen Platte und "Full Collapse", mit Ausnahme von "
Greets
Loncar