Do., 2. Okt. – Queen & Paul Rodgers
Pink Lady ist in Deutschland eine sehr beliebte Apfelsorte. Diese Apfel hat aber nichts mit dem Auftritt der ehemaligen 2 Queen (Ladies) gestern
in Mannheim zu tun. Das Konzert in der ausverkauften SAP Arena wurde mit einem phänomenalen Sound und Lichtgewitter eröffnet und licht- und soundtechnisch ist
Queen im Jahre 2010 angekommen und setzen wie auch in alten 70s Tagen neue Standards. Die Entwicklungen der Soundtechnik tut der neuen Queen Performance insgesamt gut.
Ob nun bei den Rockreißern und Anheizern zum Anfang des Gigs, wie bei Tie Your Mother Down oder Fat Bottomed Girls, oder vor allem bei den Soloeinlagen, dem Acousticpart
(Love Of My Life) und dem überwältigenden Gitarrensolo von Brian
May. Generell gefiel vor allem die Spielfreude und der Mut zum
Improvisieren und generell waren Queen teilweise so pyschedelisch,
dass man meinte, es stünden die Pink Floyd der frühen 70ern auf der Bühne.
Das tat dem Auftritt der Band gut und öffnete neue Freiräume und
deutet darauf hin, dass DIESE NEUE Queen Formation auch das
US-Amerikanische Publikum zurück erobern können, ja ganz sicher
werden. Psychedelischer waren Queen nie und man hätte sich noch
"She Makes Me", "Son & Daughter" und "Spread Your Wings" gewünscht,
um die Zeitreise in die late 60s/early 70s perfekt zu machen. Aber,
wie gewohnt bei Queen, gab man sich aber fazettenreicher
und spielte auch den Queen typischen und von uns Fans so
geschätzten Bombast/ Classical Rock zum Besten in einer oft so überzeugenden Art, dass das Hause keine Alternative hatte als komplett Kopf zu stehen. Gerade die Songs, die
Freddie Mercury wegen seiner AIDS Erkrankungen leider nicht mehr live performen konnten, wie I Want It All und The Show Must Go On klangen queeniger und hier schloß man wieder
genau da an, wo die Band 1986 ihre Livekarriere leider zwischenzeitlich beenden musste. '39 und I'm In Love With My Car hat man auch selten besser gehört und bei "Say It's Not True",
einem Song, den ich bislang immer als durchschnittlich angesehen hatte, erreichte Paul Rodgers im Terzett mit Roger Taylor und Brian May einen Queen Vocal Sound, der
tatsächlich die alte Qualität der Freddie Zeit erreichte und den Song in eine andere Dimension katapultierte. Schloß man die Augen, wie ich beispielsweise auch bei "Bijou",
dem für mich besten Stück der neuen Queen Live Show, meinte man auch bei "Say It's Not True" stünde Freddie auf der Bühne. Überhaupt changierte Lead Sänger Rodgers zwischen
seinem bluesig psychedelischen typisch eigenen Stil und einer diesmal doch werktreueren Interpretation vieler Queensongs so geschickt hin und her, dass er inzwischen als
vollwertige Queen "Lady" akzeptiert werden kann und ich denke
auch wurde, ja muss. Das Publikum war spätestens nach "Love Of
My Life" von den Socken und wurde durch phantastische Solis (Taylor, May), genialen Interpretationen von "I Want It Alle" und dem Bad Company Titel "Bad Company" so
euphorisch gestimmt, dass auch die band weggerissen schien von der (unerwarteten?) Publikumseuphorie, was den Perfektionisten Brian May bei seiner (vielleicht) tausendsten Live-performance
des so bakannten "We Will Rock You" Klassiker-Gitarrensolos,
dass er sonst im Schlaf spieln kann, am Ende den last Akkord verrutschen ließ. Es war ein emotionaler Abend, für das Publikum und alle Musiker.
Von May kennt man so etwas nicht, was mag ihn diesem Mann fast 17 Jahre nach Freddie Mercurys Tod vorgegangen sein, als er diese warmen, überwältigenden Publikumsreaktionen aufnahm,
und von diesen, auf so unerwarte, ungewöhnliche Weise aus dem Konzept gebracht wurde. Ein so menschliches Ereigniss habe ich zuvor noch nie bei meinen schon zahlreichen Queenkonzerten (in den 70ern und 80ern)
erlebt, es war, als wären die Götter für den Bruchteil einer
Sekunde Mensch geworden. Brian May wird das sicher nie verwinden können, ich bin im dafür aber zutiefst dankbar. Es war der emotionale Höhepunkt eines phantastischen, hoch emotionalen Konzerts.
Gerne würde ich Queen 2009 in den USA live sehen und ich hoffe, es gibt 2009 die große US (Revival Tour) und auch wir in Deutschland müssen nicht zu lange auf ein neues Album und
eine neue Tour warten, Im US Programm sollten sie dan unbedingt "Killer Queen", "You're My Best Friend" und "Stone Cold Crazy" aufnehmen,
die "Drüben" zu ihren beliebtesten Liedern zählen. "A Kind Of Magic" und "Radio Gaga", in Deutschland wohl leider unverzichtbar, sind in den USA keine Hits gewesen,
und die kann man dort getrost weglassen. Ich würde sie auch
nicht vermissen. Dann doch lieber "Now I'm Here" oder "Brighton Rock", die ja mehrfach kurz "zitiert" wurden in Mannheim ...;) hurry back , hurry back ,,, little Queenies!
Pink Ladies, stay sweet!
THX and greetz to Freddie (I am sure he would have liked it)
Pink Lady ist in Deutschland eine sehr beliebte Apfelsorte. Diese Apfel hat aber nichts mit dem Auftritt der ehemaligen 2 Queen (Ladies) gestern
in Mannheim zu tun. Das Konzert in der ausverkauften SAP Arena wurde mit einem phänomenalen Sound und Lichtgewitter eröffnet und licht- und soundtechnisch ist
Queen im Jahre 2010 angekommen und setzen wie auch in alten 70s Tagen neue Standards. Die Entwicklungen der Soundtechnik tut der neuen Queen Performance insgesamt gut.
Ob nun bei den Rockreißern und Anheizern zum Anfang des Gigs, wie bei Tie Your Mother Down oder Fat Bottomed Girls, oder vor allem bei den Soloeinlagen, dem Acousticpart
(Love Of My Life) und dem überwältigenden Gitarrensolo von Brian
May. Generell gefiel vor allem die Spielfreude und der Mut zum
Improvisieren und generell waren Queen teilweise so pyschedelisch,
dass man meinte, es stünden die Pink Floyd der frühen 70ern auf der Bühne.
Das tat dem Auftritt der Band gut und öffnete neue Freiräume und
deutet darauf hin, dass DIESE NEUE Queen Formation auch das
US-Amerikanische Publikum zurück erobern können, ja ganz sicher
werden. Psychedelischer waren Queen nie und man hätte sich noch
"She Makes Me", "Son & Daughter" und "Spread Your Wings" gewünscht,
um die Zeitreise in die late 60s/early 70s perfekt zu machen. Aber,
wie gewohnt bei Queen, gab man sich aber fazettenreicher
und spielte auch den Queen typischen und von uns Fans so
geschätzten Bombast/ Classical Rock zum Besten in einer oft so überzeugenden Art, dass das Hause keine Alternative hatte als komplett Kopf zu stehen. Gerade die Songs, die
Freddie Mercury wegen seiner AIDS Erkrankungen leider nicht mehr live performen konnten, wie I Want It All und The Show Must Go On klangen queeniger und hier schloß man wieder
genau da an, wo die Band 1986 ihre Livekarriere leider zwischenzeitlich beenden musste. '39 und I'm In Love With My Car hat man auch selten besser gehört und bei "Say It's Not True",
einem Song, den ich bislang immer als durchschnittlich angesehen hatte, erreichte Paul Rodgers im Terzett mit Roger Taylor und Brian May einen Queen Vocal Sound, der
tatsächlich die alte Qualität der Freddie Zeit erreichte und den Song in eine andere Dimension katapultierte. Schloß man die Augen, wie ich beispielsweise auch bei "Bijou",
dem für mich besten Stück der neuen Queen Live Show, meinte man auch bei "Say It's Not True" stünde Freddie auf der Bühne. Überhaupt changierte Lead Sänger Rodgers zwischen
seinem bluesig psychedelischen typisch eigenen Stil und einer diesmal doch werktreueren Interpretation vieler Queensongs so geschickt hin und her, dass er inzwischen als
vollwertige Queen "Lady" akzeptiert werden kann und ich denke
auch wurde, ja muss. Das Publikum war spätestens nach "Love Of
My Life" von den Socken und wurde durch phantastische Solis (Taylor, May), genialen Interpretationen von "I Want It Alle" und dem Bad Company Titel "Bad Company" so
euphorisch gestimmt, dass auch die band weggerissen schien von der (unerwarteten?) Publikumseuphorie, was den Perfektionisten Brian May bei seiner (vielleicht) tausendsten Live-performance
des so bakannten "We Will Rock You" Klassiker-Gitarrensolos,
dass er sonst im Schlaf spieln kann, am Ende den last Akkord verrutschen ließ. Es war ein emotionaler Abend, für das Publikum und alle Musiker.
Von May kennt man so etwas nicht, was mag ihn diesem Mann fast 17 Jahre nach Freddie Mercurys Tod vorgegangen sein, als er diese warmen, überwältigenden Publikumsreaktionen aufnahm,
und von diesen, auf so unerwarte, ungewöhnliche Weise aus dem Konzept gebracht wurde. Ein so menschliches Ereigniss habe ich zuvor noch nie bei meinen schon zahlreichen Queenkonzerten (in den 70ern und 80ern)
erlebt, es war, als wären die Götter für den Bruchteil einer
Sekunde Mensch geworden. Brian May wird das sicher nie verwinden können, ich bin im dafür aber zutiefst dankbar. Es war der emotionale Höhepunkt eines phantastischen, hoch emotionalen Konzerts.
Gerne würde ich Queen 2009 in den USA live sehen und ich hoffe, es gibt 2009 die große US (Revival Tour) und auch wir in Deutschland müssen nicht zu lange auf ein neues Album und
eine neue Tour warten, Im US Programm sollten sie dan unbedingt "Killer Queen", "You're My Best Friend" und "Stone Cold Crazy" aufnehmen,
die "Drüben" zu ihren beliebtesten Liedern zählen. "A Kind Of Magic" und "Radio Gaga", in Deutschland wohl leider unverzichtbar, sind in den USA keine Hits gewesen,
und die kann man dort getrost weglassen. Ich würde sie auch
nicht vermissen. Dann doch lieber "Now I'm Here" oder "Brighton Rock", die ja mehrfach kurz "zitiert" wurden in Mannheim ...;) hurry back , hurry back ,,, little Queenies!
Pink Ladies, stay sweet!
THX and greetz to Freddie (I am sure he would have liked it)