Fr., 29. Mai. – Immergut Festival 2009
Freitag
Man möge mich läutern, dass ich das Wetter vom immergut in Frage gestellt habe, denn so sehr es nach Regen im Vorfeld aussah, und in Potsdam goss es wirklich wie aus Eimern, so sehr durfte man das herrliche Wetter genießen. Im Vergleich zum letzen Jahr war so einiges anders. So musste ich mich dieses Mal nicht durchschnorren, obwohl es wohl wieder gut geklappt hätte, denn genug Leute waren ja da, was man deutlich an der Parkplatzsituation spüren konnte.
Durch ein wenig Hin und Her beim Einkaufen, Parken und Zeug zum Campingplatz Getrage bekam ich von
Kate Mosh leider nur ein Lied während des Zelt Aufbauens mit, schade eigentlich, denn im Zebra waren sind echt gut.
Das erste Mal aufs Gelände ging es dann zu
Virginia Jetzt!, die waren ganz solide und ein bisschen was kannte ich sogar noch von früher, was damals den Weg auf die Kassette meiner Schwester fand. So richtig vom Hocker hat mich danach kein Name gerissen, deshalb gabs erstmal eine Bratwurst am Zelt.
Polarkreis 18 musste ich sehen, um mir meine Vorurteile zu bestätigen. Alleine bei diesem klischeehaften an der Bühnenrüstung Rumgeklettere musste ich schmunzeln. Der Rest ist eher weniger erwähnenswert, wenn man das Publikum nicht mal zum Mitsingen bei dem gehypten Lied schlechthin bewegen kann…
Über
The Whitest Boy Alive war ich dann durchaus sehr überrascht, denn eigentlich machen sie so gar nicht meine Musik und trotzdem haben sie es geschafft mich irgendwie zu überzeugen. Anders will ich es gar nicht ausdrücken, klar ist nur, dass sie wohl den Weg in meine Sammlung finden werden.
Bei Die Sterne hat ich dann noch kurz vorbeigeguckt. War nicht so mein Ding, muss ja auch nicht.
Samstag
Da ich nicht nur zum chillen gekommen war, sondern auch um ein wenig Musik zu hören, ging es zu
Silvester und
Hundreds. Halt mehr als angehört hab ich dann auch nicht, soll heißen ich fand sie nicht ganz so dufte.
Telekinesis war dann schon ein ganz anderes Kaliber. Alleine der singende Drummer/ der ungewöhnliche Bühnenaufbau haben mein Interesse geweckt. Also mal richtig hingehört und Gefallen dran gefunden.
Hello Saferide danach war dann aber wieder nicht so mein Fall. Lustig war aber, dass man doch stark das Gefühl hatte, das sie beim Auftritt nicht ganz so auf der Höhe war( „Das gleiche Wasser möchte ich jetzte auch bitte trinken“ )
Zu
Friska Viljor wurde es dann das erste Mal so richtig voll an diesem Tag. Verständlich, denn die Band hob sich schon ein wenig von den anderen ab, alleine weil sie ein bisschen rockiger waren, als das meiste, was auf dem immergut gespielt hat. Mir hat es auf jeden Fall sehr sehr dolle gefallen. Irgendwie war auch die Band mit starken Folkeinflüssen, die auf keinem gescheiten Festival fehlen darf.
Danach gabs wieder ne Wurst und ein Bier und ne Menge Vorfreude auf
Tomte, die aber mehr oder weniger aus der meiner Mitmenschen resultierte, denn für mich waren sie auch eher so eine Band, die man gerne hört, aber nicht wirklich gezielt zu Hause in der Playlist hat, dennoch war der Auftritt sehr solide. Für
Kettcar gilt dann wohl dasselbe, nur alles noch ne Schippe mehr und besser.(Sound of Setteling Cover ;)
Und so ging das immergut für mich zu Ende, die anderen Bands interessierten mich nicht mehr so dolle und irgendwie spürte ich das Verlangen mal zu schlafen, ja lacht ruhig :P
Insgesamt kann ich wieder mal ein positives Resümee ziehen: Recht viele Bands gesehen (mehr als erwartet) Spaß gehabt und mal ne echt gesunde Hautfarbe bekommen :D