Di., 1. Dez. – Motörhead, Black Stone Cherry, Der W
Nachdem in den letzten Wochen bei mir
Motörhead-Festwochen herrschen (was man unschwer an meinen Lastfm-Charts erkennen kann), war es am 1.12.2009 endlich soweit: Motörhead spielten in Köln. Nachdem der Enttäuschung auf dem
Devilside-Festival, wo ich Motörhead nur 20 Minuten genießen konnte, weil ich meine Bahn erwischen musste, war ich froh, dass Motörhead nochmal in die Nähe kommen. Diesmal nach Köln ins Palladium. Da machte auch nichts, dass ich eigentlich eine Vorlesung gehabt hätte. Also schwänzte ich die Vorlesung und fuhr nach Köln (daher auch der Untertitel "Motörhead statt Marx"). Dort machte ich mich auf zur Veranstaltunghalle. Gegen 17:40 Uhr war ich dort angekommen und reihte mich in die lange Schlange ein. Nachdem ich diese passiert habe, und endgültig in der Veranstaltungslocation angekommen bin, suchte ich mir einen Platz ganz vorne.
Pünktlich um 19:00 Uhr begann die Vorband
Black Stone Cherry zu spielen. Diese sollten, zumindest laut ihrer Band-Bio, "Southern Hard Rock" spielen. Ich konnte aber nur den
hard rock in ihrem Spiel erkennen. Als Highlight kann eine Passage des Drummers John Fred Young bezeichnet werden, in der mit seinen Drumsticks auf dem Bass spielte. Ansonsten war das ein eher unspektakulärer Auftritt.
Nun kam der Auftritt auf den viele gewartet haben:
Der W. Stephan Weidner, wie er bürgerlich heißt, war nun an der Reihe, seine Musik zum Besten zu geben. Viele der anwesenden Musikfans sind vor allem seinetwegen gekommen. Ich selbst habe mir vor einigen Wochen das Album
Schneller, Höher, Weidner vom ehemaligen Böhsen Onkel angehört und fand das etwas Mau. Es reicht nicht an die Qualitäten der Onkelz heran. So habe ich gehofft, dass der Auftritt von ihm besser sein würde. Leider wurde diese Hoffnung auch nicht erfüllt. Da auch seine Musik auch nicht ins Umfeld von Motörhead passte, fand ich den Auftritt von Herrn Weidner nicht überragend. Er spielte für ein Metal-Konzert zu seichte Musik. Trotz alledem wurde er, vor allem von denen, die seinetwegen gekommen sind, Stephan-Weidner-Rufen hofiert.
Nach einer weiteren Umbaupause war es soweit. Der Meister Ian Fraser Kilmister, genannt
Lemmy, hatte mit seinen Bandkollegen Philip "Wizzo" Campbell und dem Schlagzeuger Mikkey Dee seinen Auftritt. Höflich, wie Lemmy nunmal ist, trat er auf die Bühne und grüßte die Fans mit den Worten "Guten Abend, we're Motörhead" und dann legten die Drei mit
Iron Fist los. Das ging von
Metropolis über
Rock Out bis hin zu
Going to Brazil. Es war ein buntes Potpourri an Motörhead-Hits. Mit
Ace Of Spades und
Overkill beendeten Lemmy und seine Mannen das Konzert. Auch wenn man meinen mag, Motörhead sei immer das Gleiche und wenig spektakulär, dem ist nicht so, da diese Musik einfach Spaß macht und nie langweilig wird. Auch das Gefühl der Musik am ganzen machen ein Konzert von Motörhead zu einem besonderen Erlebnis.